Idorsia sieht sich vor Umwandlung in «vollwertiges Pharmaunternehmen»

Jean-Paul Clozel
Jean-Paul Clozel, CEO Idorsia. (Foto: Idorsia)

Allschwil – Das Biotech-Unternehmen Idorsia startet in diesen Wochen mit seinen ersten Medikamenten am Markt. Nach dem Start mit dem Medikament Pivlaz zur Behandlung von Hirnblutungen im April in Japan steht nun am 2. Mai der Start in den USA mit dem Schlafmittel Quviviq an. Im ersten Quartal ist vorerst bei weiterhin nur geringen Umsätzen der Verlust noch höher ausgefallen als im Vorjahr.

Für Idorsia würden die Monate April und Mai 2022 in die «Geschichtsbücher» des Unternehmens eingehen, wird Firmengründer und CEO Jean-Paul Clozel in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. Idorsia wandle sich fünf Jahre nach seiner Gründung in ein «vollwertiges biopharmazeutisches Unternehmen». Das Unternehmen erwartet, die Profitabilität im Jahr 2025 mit einem Jahresnetto-Umsatz in Höhe von über 1 Milliarde Franken zu erreichen.

Im ersten Quartal 2022 erhöhte sich der Betriebsverlust im Verhältnis zur Vorjahresperiode allerdings noch einmal deutlich auf 193 Millionen Franken (VJ -122 Millionen). Unter dem Strich verblieb ein Nettoverlust gemäss US-GAAP von 198 Millionen Franken (VJ -105 Millionen).

Pipeline-Fortschritte
Für das Schlafmittel Quviviq (Daridorexant) steht neben dem baldigen US-Start auch eine wichtige Hürde in Europa an: Das Unternehmen erwartet eine Zulassungs-Entscheidung der EU-Kommission Anfang Mai 2022. Bei einer positiven Entscheidung soll die Lancierung des Medikaments in Europa noch dieses Jahr erfolgen.

Fortschritte erwartet Idorsia auch bezüglich seiner klinischen Pipeline. So soll die Phase III-Studie für Aprocitentan per Mitte Jahr abgeschlossen werden, zudem soll eine Phase-III-Studie mit dem Produktkandidaten Cenerimod beginnen.

Weiterhin erwartet das Unternehmen für das laufende Jahr 202 einen Nettoumsatz von 145 Millionen Franken. Unter dem Strich dürfte im laufenden Jahr ein US-GAAP Betriebsverlust von etwa 840 Millionen resultieren, bekräftigte Idorsia seine früheren Prognosen. Per Ende März 2022 verfügte das Unternehmen noch über flüssige Mittel von 940 Millionen Franken. (awp/mc/ps)

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