Inficon bestätigt Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012

Lukas Winkler
Inficon-CEO Lukas Winkler.

Inficon-CEO Lukas Winkler.

Bad Ragaz – Das Elektrotechnikunternehmen Inficon hat die zuletzt im vergangenen Oktober geäusserten Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012 bekräftigt. Aufgrund des Geschäftsgangs der letzten Wochen im Jahr 2012 und auf Basis vorläufiger Zahlen werde die Umsatz- und Ertragserwartung bestätigt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Gleichzeitig wurde der Verkauf der Produktlinie, Vakuumventile bekannt gegeben. Analysten sehen sich im Zuge der Veräusserung zu keinen Schätzungsanpassungen veranlasst. Begrüsst wird jedoch der stärkere Fokus auf das Kerngeschäft.

Auf der Basis der bestätigten Prognosen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatz zwischen 290 und 300 Mio USD erzielt sowie ein Betriebsgewinn zwischen 45 und 50 Mio USD.

Verkauf bringt Nettogewinn in einstelliger Millionenhöhe
Weiter gibt Inficon den Verkauf der Produktelinie Vakuumventile bekannt. Diese bisher im Werk Balzers/Liechtenstein hergestellte Produktelinie wurde per Ende Dezember 2012 an VAT, einen Hersteller von Vakuumventilen mit Sitz in Haag in der Schweiz, veräussert. Dieser nicht zum strategischen Kerngeschäft gehörende Produktebereich werde nur teilweise abgedeckt, weshalb man über keine marktführende Position verfüge.

Für eine gewisse Übergangsfrist produziert Inficon die Vakuumventile für VAT weiter, um so eine nahtlose Fertigungsübergabe zu sichern. Durch das Auslaufen der Ventilproduktion würden in Balzers im laufenden Geschäftsjahr 2013 «einige Stellen» wegfallen. Dies soll über natürliche Fluktuation und frühzeitige Pensionierungen geschehen.

Der Verkauf wird laut Inficon nach Restrukturierungskosten und Steuern in der Rechnung 2012 zu einem einmaligen Nettogewinn in mittlerer, einstelliger Millionenhöhe in USD führen, die Ertragssituation im Geschäftsjahr 2013 jedoch nicht weiter beeinflussen.

Kein Anpassungsbedarf
Der Verkauf des Bereichs Vakuumventile habe keine nennenswerten Auswirkungen auf die Prognosen für die Geschäftsjahre 2013-14, schreibt der zuständige Analyst der Bank Vontobel in einem Kommentar. Er begrüsst allerdings den verstärkten Fokus auf das Kerngeschäft.

Nach Schwächen in einigen Märkten erwarten die Bank Vontobel im zweiten Halbjahr 2013 ein Rückkehr des Wachstums bei Inficon. Das Unternehmen werde die Dividende bei 14 CHF halten, was einer attraktiven Rendite von 6,4% entspreche und den Aktienkurs weiter stützen dürfte, so der Kommentar weiter. Der vom Institut berechnete DCF-basierte «fair value» der Inficon-Aktie von 261 CHF deute auf weiteres Aufwärtspotenzial hin. Entsprechend wird die bisherige Einstufung der Inficon-Aktie mit «Buy» und das Kursziel von 245 CHF bestätigt.

An der Börse reagieren die Anleger indessen zurückhaltend auf die Bestätigung der bisherigen Prognosen. Mit einem Anstieg um 0,8% auf 220,90 CHF kann die Inficon-Aktie nicht mit dem breiten Markt mithalten. So legt der SPI bis um 09.30 Uhr um 2,25% zu. (awp/mc/pg)

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