Inflation klettert im August auf 0,8 Prozent

Inflation klettert im August auf 0,8 Prozent
(Adobe Stock)

Neuenburg – Die Teuerung in der Schweiz ist im August deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Die Jahresinflation erhöhte sich auf 0,8 Prozent von 0,4 Prozent im Juli, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Sie war damit überraschend hoch. Die Prognosen der Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP lediglich von 0,5 bis 0,6 Prozent gereicht.

Höher war die Inflation letztmals im August 2024. Zuletzt schwankte sie zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Sie liegt aber auch mit dem höheren August-Wert solid im Bereich der Preisstabilität. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht diese in einer Bandbreite von 0 bis 2 Prozent als gegeben.

Die Kerninflation – ohne Energie und Treibstoffe sowie frische und saisonale Produkte – stieg im Jahresvergleich gegenüber dem Wert vom Juli ebenfalls, allerdings nur leicht auf 0,4 von 0,3 Prozent.

Höhere Wohnungsmieten
Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erhöhte sich derweil zum Vormonat um 0,4 Prozent auf 101,5 Punkte. Der Grund dafür seien unter anderem höhere Wohnungsmieten gewesen, schrieb das BFS. Ebenfalls gestiegen seien die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und stationäre Spitalleistungen.

Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing sind laut den Angaben hingegen gesunken, ebenso wie die Preise in der Parahotellerie. (awp/mc/ps)

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