Interroll meldet für das erste Halbjahr 2018 höhere Umsatz- und Gewinnzahlen

Interroll meldet für das erste Halbjahr 2018 höhere Umsatz- und Gewinnzahlen
Interroll-CEO Paul Zumbühl. (Foto: Interroll)

Sant’Antonino – Der Fördertechnikspezialist Interroll rechnet mit einem starken ersten Halbjahr 2019. Umsatz und Gewinn haben deutlich zugenommen. Ein tieferer Bestellungseingang lässt aber eine Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte erwarten.

Einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge nahm der Nettoumsatz um 8,4 Prozent auf 260,9 Millionen Franken zu. Das sei ein neuer Rekordwert, teilte Interroll mit. Beim Betriebsgewinn EBIT rechnet das Unternehmen gar mit einem Plus von 20 bis 25 Prozent. Im Vorjahr hatte dieser 25,3 Millionen erreicht. Neben dem höheren Umsatz hätten Produktivitätsverbesserungen geholfen.

Tieferer Auftragseingang
Der Auftragseingang ging hingegen um 7,9 Prozent auf 299,0 Millionen Franken zurück. Im Vorjahr hatten Grossaufträge für einen Rekordwert bei den Bestellungen gesorgt.

„Aufgrund des niedrigeren Bestelleinganges rechnen wir im zweiten Semester 2019 mit einer Verlangsamung dieser Geschäftsdynamik“, lässt sich daher Finanzchef Daniel Bättig in der Mitteilung zitieren.

Interroll veröffentlicht den vollständigen Halbjahresbericht am 5. August.

Aktien sacken ab
Mit einem Kursverlust von fast 19 Prozent auf 1946 Franken reagierten die Aktien von Interroll auf vorläufige Zahlen und Ausblick. Während die Geschäfte in den zurückliegenden ersten sechs Monaten 2019 sehr gut gelaufen sind, lässt tieferer Bestellungseingang aber eine Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte erwarten.

Wie es in einem Kommentar von Analyst Jorg Schirmacher von Baader Helvea heisst, bieten die Zahlen Licht und Schatten. Der vorsichtige Ausblick für den weiteren Geschäftsverlauf sei für ihn nicht allzu überraschend, wenn man bedenke, dass das Management immer wieder betont habe, dass es schwierig würde, an die Rekorde von 2018 heranzureichen.

Bei der UBS zeigt sich Analyst Sebastian Vogel mit Blick auf den kurzfristigen Ausblick eher besorgt. So werde der schwächere Auftragseingang auch zu einem nachlassenden Geschäftsmomentum führen, schreibt der Experte. Für die derzeitigen Konsensschätzungen, die für 2019 von einem Umsatzwachstum von 15 Prozent ausgehen, sieht der Experte denn auch ein gewisses Abwärtsrisiko. (awp/mc/pg)

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