Interroll steigert trotz Umsatzrückgang den Gewinn

Interroll steigert trotz Umsatzrückgang den Gewinn
Interroll-CEO Paul Zumbühl. (Foto: Interroll)

Sant’Antonino – Interroll hat im ersten Halbjahr 2020 einen tieferen Umsatz erzielt, den Betriebsgewinn jedoch trotzdem gesteigert. Die Coronakrise und der starke Franken hatten einen deutlichen Einfluss und das Unternehmen. Beim Ausblick ist das Management „vorsichtig optimistisch“.

In den ersten sechs Monaten des Jahres ging der Ordereingang des Fördertechnikspezialisten im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 263,4 Millionen Franken zurück. Der Umsatz schwächte sich um 11 Prozent auf 233,2 Millionen ab, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Dabei hatte das Erstarken des Schweizer Franken einen deutlichen Einfluss. In Lokalwährung betrugen die Rückgänge nur 6,1 bzw. 4,8 Prozent.

Keine Projektstornierungen
Im ersten Halbjahr habe man nur Projektverschiebungen aber keine Projektstornierungen verzeichnet, betonte das Unternehmen. In einzelnen Bereichen habe man Marktanteile hinzugewinnen können.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT stieg demgegenüber um 3,5 Prozent auf 32,3 Millionen Franken. Die EBITDA-Marge betrug 13,8 nach 11,9 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein um 3,1 Prozent höherer Reingewinn von 23,8 Millionen Franken übrig. Zu dem positiven Ergebnis habe auch die hohe Kosten- und Investitionsdisziplin beigetragen, heisst es weiter.

Während der Umsatz hinter den Schätzungen zurückliegt, sind Betriebsgewinn und Ergebnis klar besser als von den Analysten erwartet. Laut AWP-Konsens wurde mit einem Ordereingang von 242,0 Millionen Franken gerechnet und einem Umsatz von 237,6 Millionen. Der EBIT wurde im Durchschnitt auf 19,4 und der Reingewinn auf 14,6 Millionen geschätzt.

Umsatzrückgang in Amerika und Europa
Den grössten Umsatzrückgang habe der Bereich „Pallet Handling“ (-27%) verbucht. Als Grund werden fehlende Grossprojekte und Verschiebungen genannt. In den Produktegruppen Conveyers & Sorters (Umsatz -3,5%), Rollers (-11%) und Drives (-12%) waren die Rückgänge geringer.

Nach Regionen betrachtet war insbesondere das Geschäft in Nord- und Südamerika (Amerikas) mit einem Minus von 18 Prozent schwächer. In Europa (Umsatz -10%) seien insbesondere Süd- und Mitteleuropa von der Coronakrise betroffen gewesen. Dagegen verzeichnete Interroll in Osteuropa mit einer hohen Nachfrage nach Sortern eine Zunahme der Bestellungen. Auch im asiatisch-pazifischem Raum sei trotz der Corona-Krise der Umsatz um 11 Prozent gesteigert worden.

Jahresziele oder eine konkrete Erwartung für das zweite Halbjahr formuliert das Management nicht. Jedoch bleibe man für den Rest des Jahres „vorsichtig optimistisch“, heisst es in der Mitteilung weiter. (awp/mc/ps)

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