Intershop mit rückläufigem Gewinn und stabiler Dividende in 2015

Cyrill Schneuwly
Intershop-CEO Cyrill Schneuwly. (Foto: Intershop)

Intershop-CEO Cyrill Schneuwly. (Foto: Intershop)

Zürich – Die Immobiliengesellschaft Intershop hat im Geschäftsjahr 2015 etwas weniger verdient. Zwar fielen die Mieteinnahmen leicht höher aus. Dafür nahm das Unternehmen mit dem Verkauf von Immobilien weniger ein als im Vorjahr. Trotzdem soll eine unveränderte Dividende ausbezahlt werden.

Der Liegenschaftenertrag stieg um 0,1% auf 83,9 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Der Ertrag der Renditeliegenschaften nahm den Angaben zufolge um 1% zu, was angesichts des anspruchsvollen Vermietungsumfelds «besonders erfreulich» sei.

Der Nettoliegenschaftenertrag belief sich auf 74,8 Mio und fiel damit um 0,4% höher aus. Der Beitrag der verschiedenen Nutzungsarten zum Mietertrag blieb dabei unverändert: 48% Büro und Bildungswesen, 32% Gewerbe und Logistik, 7% Detailhandel und Gastronomie sowie 13% Wohnen und Parking.

Gewinnbeitrag aus dem Ausland tiefer
Weniger erfreulich habe sich die Beteiligung an der Private Equity-Gesellschaft Corestate Capital entwickelt, die schwerpunktmässig auf dem deutschen Immobilienmarkt tätig ist. Der anteilige Gewinn sank auf 1,0 Mio CHF nach 4,0 Mio. Darin enthalten sei ein Währungsverlust von 1,6 Mio CHF.

Intershop war im Herbst 2013 bei Corestate eingestiegen und hält eine Minderheitsbeteiligung von 28%. Ein geplanter Börsengang von Corestate wurde letzten Herbst mangels Interesse der Investoren abgesagt. Eine von Intershop bis Mitte 2016 gewährte Kreditlimite über 40 Mio EUR wurde laut dem Geschäftsbericht am Bilanzstichtag zu 20,7 Mio beansprucht.

Der Verkaufserfolg kam mit 12,5 Mio CHF unter den 17,3 Mio aus dem Vorjahr zu liegen. Einem betrieblichen Ertrag von insgesamt 99,2 Mio CHF (-4,5%) steht ein tieferer Aufwand von 20,5 Mio (-1,9%) gegenüber. In der Folge nahm das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 3,7% auf 81,3 Mio ab, der Reingewinn um 9,1% auf 56,2 Mio. Darin eingerechnet ist ein Erfolg aus Bewertungsveränderungen in Höhe von 2,6 Mio CHF (+1,1 Mio).

Der Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 20 CHF pro Aktie.

Tiefere Finanzierungskosten
Der Wert des Immobilienparks entwickelte sich im Verlauf des Berichtsjahres leicht positiv und kam Ende 2015 bei 1,25 Mrd CHF zu liegen, nach 1,23 Mrd Ende des Vorjahres. Die Zahl der Renditeliegenschaften wird mit 49 angegeben, die der Entwicklungsliegenschaften mit 11. Mit dem Renditeportfolio erwirtschaftete Intershop eine Bruttorendite von 6,5% und eine Nettorendite von 5,7%.

Der durchschnittliche Zinssatz auf den verzinslichen Fremdmitteln am Bilanzstichtag betrug 2,43%, die durchschnittliche Laufzeit 5,6 Jahre. Intershop hat letztes Jahr mit einer Anleihe Fremdmittel in Höhe von 100 Mio CHF aufgenommen; die Mittel seien zur Tilgung der 2016 fälligen Hypothekendarlehen von 85 Mio vorgesehen

Der Leerstand hat in einem «anspruchsvollen» Umfeld auf das Jahr gesehen leicht abgenommen; die entsprechende Quote lag am Periodenende bei 10,6% und damit um 0,4 Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Intershop-Management eine Eigenkapitalrendite von mindestens 8%; 2015 lag der entsprechende Wert bei 10,4%. Ferner rechnet das Unternehmen mit einer leicht ansteigenden Leerstandsquote bei den Renditeliegenschaften und einem tieferen Finanzaufwand. (awp/mnc/upd/ps)

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