IVF Hartmann trotz Preisdruck mit Umsatz- und Gewinnwachstum

Andreas Gisler

Andreas Gisler, CEO IVF Hartmann. (Foto: IVF)

Neuhausen – Die im Bereich der medizinischen Verbrauchsgüter tätige IVF Hartmann Gruppe hat im ersten Semester 2015 dem Preisdruck im Markt getrotzt und mehr verdient als im Vorjahr. Profitiert hat das Unternehmen von einem positiven Umsatzbeitrag, tieferen Materialkosten aus dem Euro-Raum und Auflösungen von Rückstellungen.

Den Umsatz steigerte IVF Hartmann gegenüber dem Vorjahr um 1,2% auf 67,0 Mio CHF. Dieses Wachstum sei bemerkenswert, weil der Preisdruck am Absatzmarkt aufgrund des Kurseinbruchs des Euro massiv gewesen sei, schreibt die Gesellschaft in einer Mitteilung vom Donnerstag. Da ein wesentlicher Teil der Produkte aus dem Euro-Raum stamme, sei von Kundenseite die Weitergabe dieser Währungsgewinne verlangt worden.

Die Umsatzzunahme stammt hauptsächlich aus dem Segment Infektions-Management, welches den Umsatz um 6,8% auf 21,3 Mio steigerte. Konstant auf 21,6 Mio (+0,3%) blieben die Umsätze im Segment Inkontinenz-Management und mit 13,8 Mio (-0,3) im Segment Wund-Management. Die übrigen Geschäftsaktivitäten, zusammengefasst im Segment Weitere, verzeichneten einen Umsatzrückgang von 5,5% auf 10,2 Mio.

EBIT zieht um 4% auf 10,2 Mio an
Der EBIT zog um 4,0% auf 10,2 Mio CHF und die entsprechende Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 15,2% an. Dabei habe das Unternehmen von den tieferen Materialkosten aus dem Euro-Raum sowie der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen profitiert, heisst es weiter. Der Materialaufwand verringerte sich in der Berichtsperiode um 1,1% auf 27,1 Mio CHF, der Personalaufwand nahm bei einem konstanten Personalbestand von 369 Beschäftigten dagegen um 2,2% auf 17,8 Mio zu.

Der Konzerngewinn wuchs mit +0,7% auf 8,5 Mio etwas unterproportional – dem Unternehmen zufolge durch steuerliche Effekte bedingt. Das Unternehmen entrichtete mit 1,7 Mio CHF 22,5% höhere Steuern als im Vorjahr.

Die Bilanzsumme nahm im Vergleich zum 31. Dezember um 1,9 Mio auf 108,4 Mio zu. Das Eigenkapital hat sich um 3,2 Mio auf 84,3 Mio erhöht. Die Eigenkapitalquote betrug 77,8% gegenüber 76,2% per Ende 2014.

Ausblick vage
Zum Ausblick auf 2015 bleibt IVF Hartmann wenig konkret. Die Gruppe habe sich zum Ziel gesetzt, ein profitabel wachsendes Unternehmen zu sein, schreibt die Gesellschaft. Gezielte Erweiterungen des Dienstleistungs- und Produktportfolios sowie der Ausbau des Serviceniveaus würden der Gruppe in der zweiten Jahreshälfte aber helfen, das Niveau in der Umsatz- und Gewinnentwicklung hoch zu halten, heisst es hier. (awp/mc/ps)

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