KMU der MEM-Industrie rechnen mit weiteren Entlassungen

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(Foto: Pixabay)

Zürich – Die kleineren und mittleren Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) erwarten einen schwierigen Endspurt im Jahr 2015. Einer repräsentativen Studie Branchenverbands Swissmechanic zum dritten Quartal zufolge verlieren die kurzfristigen Massnahmen gegen die Frankenstärke ihre Wirkung. Die Kombination aus starkem Franken, schleppender EU-Konjunktur und dem Hochlohnland Schweiz, sorge für eine schleichende Deindustrialisierung, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Die KMU der MEM-Branche kämpften um Aufträge und den Erhalt von Arbeitsplätzen, heisst es weiter. Gemäss der Umfrage mussten die Unternehmen bisher rund 3’000 Stellen abbauen. Bis Ende Jahr könnte sich diese Zahl gemäss Schätzungen des Verbandes verdoppeln, schliesslich rechnen rund 14% der Unternehmen in den kommenden Monaten mit einem weiteren Abbau.

Margen unter Druck
Zu schaffen machen den Industrieunternehmen vor allem die sinkenden Margen. Diese seien im Vergleich zum Vorquartal nochmals unter Druck gekommen, heisst es weiter. Von 62% der befragten Unternehmen wurde die Ertragslage und von 48% der Umsatz als unbefriedigend beurteilt. Nach der Aufhebung der Euro-Untergrenze im Januar seien kurzfristige Massnahmen eingeleitet worden, um die teils massiven Preiserhöhungen abzufedern. Neue Märkte seien erschlossen, Geschäftsfelder aufgegeben, Produktion sowie Einkauf optimiert und Arbeitszeiten angepasst worden.

Im dritten Quartal haben 13% der befragten Unternehmen in stark betroffenen Abteilungen Kurzarbeit eingeführt, das sind 3% mehr als noch im Vorquartal. Die Umfrage verdeutliche, dass die Unternehmen punkto Spar- und Optimierungspotenzial an ihre Grenzen stossen, so Swissmechanic. (awp/mc/pg)

Swissmechanic

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