Ökonomen erwarten 2026 leicht tieferes Wachstum
Zürich – Die Ökonominnen und Ökonomen in der Schweiz haben ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert und erwarten eine höhere Inflation. Das zeigt eine Zusammenstellung des KOF Instituts.
Die im Rahmen des sogenannten KOF Consensus Forecast befragten Ökonominnen und Ökonomen rechnen für 2026 mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (BIP, sportbereinigt) von 0,9 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die Prognose ist somit gegenüber der März-Umfrage 0,1 Prozentpunkte tiefer und deutet auf ein unterdurchschnittliches Wachstum hin.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird im laufenden Jahr als etwas weniger günstig eingeschätzt als zuvor. Unter anderem rechnen die Expertinnen und Experten mit einer schwächeren Entwicklung der realen Anlageinvestitionen. Die Prognose für 2027 bleibt bei 1,5 Prozent.
An der Umfrage nahmen 13 Ökonominnen und Ökonomen teil. Sie konnten ihre Prognosen bis am letzten Mittwoch abgeben.
Leicht höhere Inflation
Die Prognosen für die Inflationsraten liegen für 2026 im Durchschnitt bei 0,7 Prozent und für 2027 bei 0,8 Prozent. Damit wurden die Werte für das aktuelle Jahr um 0,3 Prozentpunkte und für das nächste Jahr um 0,2 Prozentpunkte nach oben revidiert.
Unverändert blieben hingegen die Erwartungen für den Arbeitsmarkt: Für 2026 prognostizieren die Teilnehmenden erneut im Durchschnitt eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent.
Bei den Devisen erwarten die Befragten in den kommenden zwölf Monaten eine Aufwertung des Frankens zum Dollar und eine stabile Entwicklung zum Euro. Gegenüber dem Euro liegen die Consensuswerte für in drei Monaten unverändert bei 0,91 CHF/EUR und für in zwölf Monaten bei 0,90 CHF/EUR. Gegenüber dem US-Dollar liegen die Erwartungswerte für in drei Monaten bei 0,78 CHF/USD und für in zwölf Monaten bei 0,76 CHF/USD. (awp/mc/pg)