KOF: Konjunktur-Experten weiterhin zuversichtlich

Konjunktur CH

Zürich – Die von der KOF vierteljährlich befragten Konjunkturexperten haben ihre Erwartungen für 2013 in Bezug auf die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts heraufgesetzt. Die Einschätzung bezüglich der Exporte und Investitionen sind nun aber für 2013 und 2014 etwas schwächer als noch im Vorquartal.

Die befragten Ökonomen rechnen für 2013 neu mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1.3%. Im Vorquartal lag der prognostizierte Wert noch bei 1.2%. Die Einschätzungen hinsichtlich der Zunahme der realen Bau- und Ausrüstungsinvestitionen sowie der Exporte haben die Prognostiker dagegen wieder nach unten korrigiert. Derzeit rechnen sie mit einem Wachstum der Schweizer Exporte für 2013 von nur noch 1.7%. Im März lag der Consensus-Wert noch bei 2.7%. Für die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wird nun ein Anstieg von 1.0% angegeben, nach 1.9% in der letzten Befragung. Für 2013 wird mit einer Stagnation der Preise (0.0% Inflation) gerechnet. Im März gingen die Auguren für 2013 noch von einer geringfügigen Teuerung von 0.2% aus. Der Consensus-Wert für die erwartete Arbeitslosenquote für das laufende Jahr liegt unverändert bei 3.2%.

BIP-Wachstum von 1,7 % im kommenden Jahr erwartet
Die wirtschaftliche Entwicklung wird gemäss den von der KOF befragten Ökonomen 2014 im Vergleich zu 2013 wieder etwas an Fahrt gewinnen. Sie erwarten unverändert einen Anstieg des realen BIP um 1.7%. Wie in der Vorquartalsbefragung sehen die Auguren die Exporte als Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung, jedoch mit einem schwächeren Wert von 3.7% im Vergleich zu 4.0% in der Märzbefragung. Die Zunahme der Bau- und Ausrüstungs investitionen dürfte gemäss dem Consensus-Wert von 2.2% zwar weiterhin höher sein als 2013, liegt aber unter dem im März prognostizierten Wert von 2.7%. Bei den Konsumentenpreisen gehen die Prognostiker für das Jahr 2014 unverändert von einer langsam anziehenden Teuerung von 0.7% aus.

Die Arbeitslosenquote wird für 2014 im Vergleich zu 2013 unverändert auf 3.2% geschätzt.

Finanzmärkte
Die Experten erwarten für den Swiss Performance Index (SPI) in drei Monaten keine Veränderung im Vergleich zum derzeitigen Niveau. Sie rechnen mit einem Niveau von rund 7300 Punkten. In 12 Monaten sollte ihrer Einschätzung nach die Börse aber wieder an Fahrt gewinnen und einen Stand von 7600 Punkten erreichen. Sowohl für die kurze wie auch für die mittlere Frist haben die Prognostiker die Einschätzungen im Durchschnitt angehoben, im Vorquartal gingen sie noch von knapp 7000 bzw. rund 7200 Punkten aus.

Leichte Franken-Abschwächung erwartet
Der Consensus-Wert für den Wechselkurs des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro in den nächsten drei Monaten beträgt leicht erhöht 1.24. Innert Jahresfrist erwarten die Konjunkturauguren eine weitere leichte Abschwächung des Frankens; sie sehen den Kurs in 12 Monaten bei 1.26. Im Vorquartal lag die Einschätzung bei relativ ähnlichen Werten von 1.23 CHF/EUR sowie 1.25 CHF/EUR. Beim Franken-/Dollarkurs rechnen die Experten neu mit 98 Rappen pro Dollar in den nächsten drei Monaten und mit einer Parität von Dollar und Schweizer Franken (1.00 CHF/USD) in den nächsten zwölf Monaten.

Die befragten Ökonomen behalten ihre Prognose für die kurzfristigen Zinsen nahezu unverändert bei einem Consensus-Wert von 0.04% bei (3-Monats-LIBOR). In 12 Monaten sollte dieser Wert unverändert bei 0.11% zu liegen kommen. Beim längerfristigen Kassazins für 10-jährige Bundesobligationen rechnen sie mit einem Zinssatz von 0.8% in drei Monaten und einem leicht höheren Zinssatz von 1.1% in 12 Monaten. (KOF/mc/pg)

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