Komax steigert Gewinn deutlich

Beat Kälin
Komax-VRP Beat Kälin.

Beat Kälin, CEO Komax.

Dierikon – Der Maschinenhersteller Komax hat im Geschäftsjahr 2013 eine deutliche Ergebnisverbesserung erreicht und hebt die Dividende auf mehr als das Doppelte an. Gleichzeitig mit den Zahlen gab das Unternehmen den Verkauf seines 51%-Anteils an dem chinesischen Solar-Joint-Venture Komax Jinchen an den Partner Yingkou Jinchen bekannt.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT wuchs im vergangenen Jahr um 144% auf 33,2 Mio CHF. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 9,7% von zuvor 4,7%. Der Reingewinn stieg um 167% auf 25,1 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Mit den vorgelegten Zahlen hat Komax die Erwartungen der Analysten unterschritten.

Umsatz um 18 % gesteigert
Die provisorischen Zahlen zum Umsatz und Auftragseingang waren bereits bekannt. Bei den definitiven Zahlen wuchs der Umsatz um 18% auf 341,7 Mio CHF und der Auftragseingang um 28% auf 368,3 Mio CHF.

Das Geschäftsjahr sei gleichzeitig herausfordernd und erfolgreich gewesen, schreibt Komax. Während die Umstellung auf IAS 19 auf der Kostenseite bei den Pensionsverpflichtungen zu einer Entlastung von 1,9 Mio CHF führte, wurde das Betriebsergebnis durch Abschreibungen sowie Belastungen durch den geplanten Solar-Verkauf in Höhe von 4,5 Mio belastet.

Eigenkapitalquote steigt auf 74 %
Insgesamt sei die Bilanz weiter solide, betont der Maschinenbauer und verweist auf die Eigenkapitalquote von rund 74% (VJ 66%). Der Free Cash Flow blieb mit 24,5 Mio (VJ 27,6 Mio) stabil, der Barbestand stieg auf 22,6 Mio (VJ 0,9 Mio).

Deutlich höhere Dividende
Angesichts der guten Zahlen schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 7. Mai die Ausschüttung einer Dividende von 4,50 CHF je Titel (VJ 2 CHF) vor, die aus der Kapitaleinlagereserve bezahlt werden soll. Die Ausschüttungsquote beträgt damit 63% und die Dividendenrendite 3,2%.

Wire mit Rückgang der Profitabilität
Im grössten Segment Wire stieg der Umsatz auch durch Akquisitionen um 11% auf 253,8 Mio CHF. Der EBIT sank hingegen um 10% auf 47,4 Mio. Über den Margenrückgang zeigt sich das Komax-Management nicht besorgt. Die Entscheidung, das Wachstum voranzutreiben und sich bietende Gelegenheiten wahrzunehmen habe die Marge zeitweise unter Druck gebracht, heisst es hierzu. Als Gründe werden die tieferen Margen bei den zugekauften Firmen, höhere Ausgaben für Marketing, Forschung und Entwicklung sowie Veränderungen im Kunden-Mix genannt.

Das Segment Medtech hat ein positives Betriebsergebnis ausgewiesen. Der EBIT belief sich auf 3,1 Mio CHF, verglichen mit einem Fehlbetrag von 8,6 Mio im Vorjahr. Positiv hätte sich die Realisierung von zuvor verschobenen Projekten sowie ein höherer Anteil an sich wiederholenden Aufträgen ausgewirkt.

Komax Jinchen-Anteile an Partner verkauft
Im Bereich Solar würden weiter Überkapazitäten das Bild in der Branche prägen und die Nachfrage nach Produktionsausrüstung sei entsprechend schwach, heisst es in dem Communiqué. Der Geschäftsgang bei Komax Solar habe sich mit einer Umsatzverdoppelung auf 20,2 Mio CHF und einem Auftragseingang von 24,4 Mio trotzdem deutlich verbessert. Der Fehlbetrag auf Stufe EBIT verringerte sich auf 9,7 Mio von zuvor 21,1 Mio.

Das Unternehmen bekräftigte erneut die Verkaufspläne für die Solarsparte. Als einen ersten Schritt trennt sich Komax nun von seinem Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Komax Jinchen, heisst es in einer separaten Medienmitteilung. Details zu den finanziellen Aspekten der Transaktion werden nicht gemacht. Der Verkauf unterliege der Zustimmung der chinesischen Wettbewerbsbehörden. Das Joint Venture war im Jahr 2011 von den beiden Unternehmen gegründet worden und produziert Laminatoren für Solarmodulhersteller.

2014 «gutes» Ergebnis erwartet
Für das Jahr 2014 rechnet das Management erneut mit einem «guten» Ergebnis. Vor allem die gute Nachfrage aus der Automobilindustrie dürfte den Geschäftsgang bei Wire stützen. Hier werde im ersten Semester ein Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet, auch wenn die Visibilität eingeschränkt sei.. Medtech sei mit einem gut gefüllten Auftragsbuch in das Jahr 2014 gestartet. Dabei würden sich Wiederholungsaufträge und Projekte mit neuen Kunden eine ausgeglichene Mischung bieten. Auch wenn die Risiken in diesem Systemgeschäft weiter bestehen bleiben würden, rechne das Management hier mit einem positiven EBIT im ersten Halbjahr,

An der Generalversammlung wird es zu einer Mutation im Verwaltungsrat kommen. Max Koch steht nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Als sein Nachfolger wird Bossard-CEO David Dean vorgeschlagen. (awp/mc/pg)

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