LafargeHolcim sieht schnelle Erholung und solides zweites Halbjahr

LafargeHolcim sieht schnelle Erholung und solides zweites Halbjahr
Jan Jenisch, CEO LafargeHolcim. (© LafargeHolcim Ltd. / Foto: Henrik Spohler)

Jona – Die Corona-Pandemie hat das Geschäft von LafargeHolcim im ersten Halbjahr 2020 geprägt: Der Baustoffkonzern hat einen Einbruch bei Umsatz und Gewinn verbucht. Der Höhepunkt der Krise sei aber überwunden und bereits im Juni hat sich die Nachfrage wieder voll erholt. Entsprechend zuversichtlich ist der Ausblick für das zweite Halbjahr.

Die Massnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 hatten in vielen Ländern und Regionen zu einem „Lockdown“ geführt, durch den auch die Bauindustrie zeitweise stark betroffen wurde. „So schnell wie es herunter gegangen ist, ging es aber auch wieder hinauf“, sagte Konzernchef Jan Jenisch am Donnerstag. Den grössten Effekt hatte die Pandemie im April mit einem Umsatzminus von 37 Prozent und auch im März und Mai lag der Gruppenumsatz klar unter Vorjahr.

„Aber bereits im Juni lag der Umsatz schon wieder über dem Vorjahr“, betonte Jenisch. In allen Regionen habe man „durch die Bank“ eine vollständige Erholung gesehen.

Rückgang im Semester
Doch die drei negativen Monate haben gereicht, um das Halbjahr deutlich ins Minus zu drücken. Der Umsatz sackte um 18 Prozent auf 10,69 Milliarden Franken ab und auf vergleichbarer Basis betrug das Minus 11 Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBIT) brach um 28 Prozent auf 1,19 Milliarden ein und der Konzerngewinn von 347 Millionen entspricht nur einem guten Drittel des Vorjahreswerts (1,0 Mrd).

„Die Halbjahreszahlen waren besser als wir und der Markt es erwartet hatten“, sagte der Konzernchef weiter. „Unsere Orderbücher sind gut gefüllt und mit Blick nach vorn rechnen wir mit neuen staatlichen Infrastrukturprojekten.“

LafargeHolcim habe schnell und agil auf die Krise reagiert. Mit den im April angekündigten Massnahmen habe man die Kosten deutlicher zurückfahren können als erwartet. „Die Kosten sind im Mai und Juni stärker zurückgegangen als die Volumen“, betonte Jenisch.

Der Konzern will die Fixkosten senken und die Investitionen zurückfahren. Restrukturierungen habe es aber keine gegeben und bis auf wenige Ausnahmen seien alle Anlagen wieder in Betrieb, betonte Jenisch.

Solides zweites Halbjahr erwartet
Mit Blick auf das zweite Halbjahr ist das Unternehmen entsprechend zuversichtlich, gibt aber weiter keine konkrete Prognose zu Umsatz oder Gewinn heraus. „Wir rechnen aber mit einer schnellen Nachfrageerholung und einem soliden zweiten Halbjahr“, sagte Jenisch. Zudem will LafargeHolcim einen Free-Cashflow von über 2 Milliarden Franken generieren und den Verschuldungsgrad unter dem Faktor 2x halten.

„Der Höhepunkt der Krise liegt hinter uns und wir werden gestärkt daraus hervorgehen“, betonte der Konzernchef. „Auch wenn wir eine starke Erholung erwarten, die Pandemie ist noch nicht vorbei.“ (awp/mc/pg)

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