Lalique schüttelt Corona-Einbruch ab und schreibt wieder schwarze Zahlen

Lalique
Lalique macht gute Geschäfte mit Whiskys der Marke "The Glenturret".

Zürich – Das Luxusgüterunternehmen Lalique hat den durch die Corona-Pandemie ausgelösten Umsatz- und Gewinneinbruch überwunden. Im vergangenen Jahr kletterte der Betriebserlös auf das Vorkriseniveau und die operative Marge gar über den Wert aus dem Jahr 2019, wie das Unternehmen am Montag anlässlich der Vorlage vorläufiger Kennzahlen zum Jahr 2021 schreibt.

Den Betriebserlös steigerte Lalique im vergangenen Jahr um rund 28 Prozent auf circa 142 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 hatte sich der Umsatz auf knapp 144 Millionen belaufen, ehe die die Coronakrise insbesondere dem Kristall-, Parfums- und Hotelgeschäft stark zusetzte und Lalique das Jahr 2020 mit roten Zahlen abschliessen musste.

Wachstum mit Whisky
Im vergangenen Jahr habe sich das Geschäft von Lalique wie erwartet stark erholt, vor allem ab dem zweiten Quartal, heisst es weiter. Insbesondere die Parfümerie-Produkte und auch die Whiskys der Marke «The Glenturret» hätten sich sehr gut verkauft, während der Umsatz mit den Sonnenschutzprodukten von Ultrasun weiter unter den Reisebeschränkungen gelitten habe.

Zulegen konnte der Gastronomie- und Hotelleriebereich von Lalique, wobei der Umsatz das Vorkrisenniveau wegen Schliessungen in der ersten Jahreshälfte nicht ganz erreicht habe. Gestützt wurde die Umsatzbasis zudem durch die Übernahme des Hotel-Restaurants Lalique von Château Lafaurie-Peyraguey sowie die Eröffnung des The Glenturret Lalique Restaurants, heisst es.

Marge steigt
Aufwandseitig sei das disziplinierte Kostenmanagement fortgesetzt worden. Mit den gegenüber dem Corona-Jahr anziehenden Geschäftsaktivitäten nahm der Personalaufwand dennoch um gut ein Fünftel auf 34,6 Millionen Euro zu und der übrige betriebliche Aufwand um rund 6 Prozent auf 2,4 Millionen. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen lagen mit 14,2 Millionen 10 Prozent unter Vorjahr.

In der Erfolgsrechnung gelang Lalique dank des Wachstums die Rückkehr in die Gewinnzone: So weist die Gruppe laut ersten Berechnungen einen operativen Gewinn (EBIT) von 9,6 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 5,9 Millionen im Jahr 2020. Die EBIT-Marge lag bei 6,8 Prozent und damit klar über den Werten aus dem Jahr 2019. Damals hatte die Marge bei 1,0 Prozent und ohne die Kosten der Glenturret-Akquisition bei 1,8 Prozent gelegen.

Die abschliessend geprüften Zahlen zum vergangenen Jahr wird Lalique am 21. April veröffentlichen. (awp/mc/pg)

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