Leclanché schreibt 2014 höheren Verlust

Leclanché

Produktion von Lithium-Ionen-Zellen bei Leclanché. (Foto: Leclanché)

Yverdon – Der Batterienhersteller Leclanché hat im Geschäftsjahr 2014 einen geringeren Umsatz erzielt und auf allen Ebenen höhere Fehlbeträge ausgewiesen. Das Unternehmen habe jedoch kontinuierliche Fortschritte bei der Neuausrichtung des Geschäfts gemacht, betont das Management. An dem langfristigen Wachstumsplan wird festgehalten.

Der Umsatz sank um rund 28% auf 10,8 Mio CHF. Beim Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA resultierte ein Verlust von 16,9 Mio, verglichen mit 9,7 Mio im Vorjahr. Beim Reinergebnis wurde ein Minus von 25,7 CHF ausgewiesen nach 13,6 Mio im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt.

Als Gründe für den höheren Verlust nennt das Unternehmen die angespannte Liquiditätslage, welche die Kapazität zur Verbesserung des Geschäfts und der Finanzleistung über einen Grossteil des Jahres beeinträchtigt habe. Auch die Massnahmen zum Ausbau der Aktivitäten, insbesondere im Bereich Vertrieb und Auslieferung, hätten das Ergebnis belastet.

Ehrgeizige Wachstumspläne
Die erste Phase des Turnaround-Plans sei dank neuer Aktionäre abgeschlossen worden, heisst es weiter. Nun folge der Beginn der Umsetzung des langfristigen Wachstumsplans. Leclanché sieht im Markt für grossformatigen Lithium-Ionen-Zellen und Energiespeicherlösungen weiterhin «enormes Potenzial».

Leclanché will sich als Anbieter kompletter Energiespeichersysteme für Privathaushalte und Industrie positionieren. Dazu seien auch weitere Investitionen in den Aufbau von Vertriebswegen und Verkaufspipelines für diese Produkte notwendig. Zudem setzt das Unternehmen auf Energiespeicher-Paketlösungen für Strommärkte mit dem Fokus auf Diesel- und PV-Systemen sowie netzgekoppelten Systemdienstleistungen. Für elektrische Fahrzeuge und Industrieanlagen wie etwa Busse, Schiffe und Fördertechnik sollen Paketlösungen angeboten werden.

Zusammenarbeit mit Saint-Gobain bei Zell-Seperator
Als wichtige Erfolge sieht das Management die Zusammenarbeit mit Saint-Gobain bei der Produktion eines Keramik-Sicherheitsseparators für Speicherzellen. Die Auslagerung der Produktion des Separators an das französische Unternehmen werde derzeit vorbereitet. Sobald der Separator in grossen Märkten wie dem Automobil- und dem Luftfahrtsektor verkauft werde, stehen für Leclanché Lizenzgebühren in Aussicht, heisst es weiter.

Auch der Auftrag der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) über ein netzgekoppeltes ESS (500 kWh) im Wert von rund 2 Mio CHF sowie die Vorauswahl für eine Insel-Speicherlösung in Verbindung mit Photovoltaik und Diesel-Technologie werden als Belege für die Fortschritte im Vertrieb genannt. (awp/mc/upd/ps)

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