Logitech mit Q3-Zahlen deutlich über den Erwartungen

Bracken Darrell

Logitech-CEO Bracken Darrell.

Lausanne – Der Computerzubehör-Hersteller Logitech bleibt auf Erfolgskurs. Er hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 (Oktober bis Dezember) beim Umsatz leicht und bei den Gewinnzahlen markant zugelegt und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Für das ganze Geschäftsjahr wird nun ein höherer operativer Gewinn angepeilt, zugleich wurde die Umsatzprognose aufgrund von Währungseffekten leicht reduziert.

Logitech-CEO Bracken Darrell spricht von einer «starken Leistung» im dritten Quartal. Konkret nahmen die Verkäufe um 1% auf 634,2 Mio USD zu. Ohne Währungseffekte hätte sogar ein Wachstum von 4% resultiert, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Die einzelnen Produkte aus dem Hause Logitech verkauften sich allerdings unterschiedlich gut. Der Umsatz mit den als Wachstumssegment definierten Produkte stieg um 11% auf 187,6 Mio USD. Ihr Anteil am Gesamtumsatz macht mittlerweile knapp 30% aus.

Tablet-Absatz harzt
Innerhalb des Wachstumssegments erhöhte sich der Umsatz mit mobilen Lautsprechern um rund 80% und mit Zubehör für PC-Gaming um 21%. Harzig entwickelte sich hingegen der Absatz von Hüllen und Tastaturen für Tablets (-28%), was mit der rückläufigen Nachfrage nach iPads erklärt wird.

Die klassischen Logitech-Produkte (PC-Mäuse und -Tastaturen), die mit einem Umsatzanteil von gut 40% nach wie vor den Hauptharst der Verkäufe ausmachen, legten zusammen genommen ebenfalls leicht zu. Das Geschäft mit OEM verringerte sich aufgrund der schwächeren Nachfrage nach PC-Mäusen.

Schwache Geschäfte in Europa
Nach Regionen betrachtet legte Logitech in Amerika um 10% und in Asien 3% zu, in der Region EMEA (v.a. Europa) musste hingegen ein Rückgang von 7% hingenommen werden.

Verbesserte Rentabilität
Deutliche Fortschritte machte Logitech bei der Rentabilität. So stieg der Bruttogewinn um 8% auf 231,3 Mio USD, die entsprechende Marge kam damit bei 36,5% nach 34,1% zu liegen. Den bereinigten Non-GAAP-EBIT gibt das Unternehmen mit 76,4 Mio (+14%), den EBIT nach US-GAAP mit 64,7 Mio (+23%) und den Reingewinn mit 62,8 Mio USD (+31%) an. Diese Verbesserungen wurden trotz leicht höherer Ausgaben für das Marketing realisiert, wie das Unternehmen weiter betont.

Prognosen deutlich übertroffen
Mit den Quartalszahlen hat Logitech die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) deutlich übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 618,4 Mio, einen Non-GAAP-EBIT von 59,1 Mio, einen EBIT von 48,5 Mio und einen Reingewinn von 40,5 Mio USD erwartet.

Für das Gesamtjahr 2014/15 passt das Management um CEO Bracken Darrell die Ziele an. Neu wird ein leicht tieferer Umsatz von 2,11 Mrd USD erwartet (bisher 2,16 Mrd), was mit den Wechselkursveränderungen begründet wird. Zugleich rechnet das Unternehmen mit einem höheren Non-GAAP-EBIT: Dieser soll annähernd 185 Mio USD betragen (bisher 170 Mio). In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete Logitech einen Umsatz von 1,65 Mrd und einen Non-GAAP-EBIT von 176,6 Mio. (awp/mc/pg)

 

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