Lonza bekräftigt Guidance für 2014 – Ergebnis Q1 über Vorjahr

Richard Ridinger
Lonza-CEO Richard Ridinger.

Lonza-CEO Richard Ridinger.

Basel – Der Lifesciencekonzern Lonza sieht sich auf Kurs, seine Ziele für 2014 zu erreichen. Das Ergebnis im ersten Quartal fiel besser aus als im Vorjahr, entsprechend zeigt sich CEO Ridinger damit zufrieden. Negativ ins Gewicht fielen Währungseinflüsse, was allerdings mit operativen Verbesserungen aufgefangen werden konnte. Wie es mit dem zur Disposition stehenden Geschäft Wood Protection weitergeht, bleibt vorerst offen.

Das Jahr sei mit einem guten Momentum gestartet, was entsprechend den Erwartungen zu einem besseren Ergebnis als in der Vorjahresperiode geführt habe, teilte Lonza am Donnerstag anlässlich des Business Update Q1 2014 mit. Die Wachstumsziele würden wie erwartet erfüllt.

Entsprechend bestätigt das Unternehmen die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr: Demnach wird ein Wachstum des Kern-EBIT von „ungefähr 10%“ und ein Umsatzplus von „ungefähr 5%“ erwartet, dies basierend auf konstanten Wechselkursen.

Die Wechselkurse hätten indes im ersten Quartal wegen des starken Frankens „erhebliche“ Auswirkungen auf das Ergebnis gehabt, was aber unter dem Strich durch Produktivitätsverbesserungen habe ausgeglichen werden können, hiess es. CEO Richard Ridinger zeigt sich denn auch mit dem Ergebnis im ersten Quartal zufrieden: „Wir haben mit unseren transformativen Initiativen den richtigen Weg eingeschlagen, weil sie uns wettbewerbsfähiger und marktorientierter machen“, sagte er anlässlich einer Telefonkonferenz zum Business Update.

Der negative Einfluss der Währungen ergab sich laut Ridinger insbesondere durch den US-Dollar, den Südafrikanischen Rand und den Brasilianischen Real bei der Umrechnung in Schweizer Franken. Zum allgemeinen Preisdruck meinte er, dass dieser wie üblich hoch sei; neue Preiserhöhungen seien derzeit nicht geplant.

Das Hauptsegment Specialty Ingredients legte gemäss der Mitteilung einen guten Start ins Geschäftsjahr hin, mit einer insgesamt positiven Nachfrage in den meisten Bereichen. „Äusserst vielversprechend“ sei dabei das Hygiene Geschäft im Geschäftsfeld Consumer Care gestartet, während das Interesse nach Entwicklungs- und Herstellungskapazitäten bei Agro Ingredients weiter gestiegen sei und zu einer stetig wachsenden Pipeline und einem starken Wachstum der kommerziellen Umsätze geführt habe.

Das Water Treatment Geschäft verzeichnete ebenfalls eine gute Nachfrage, wobei sich hier die Wechselkurse „äusserst negativ“ auf das Ergebnis ausgewirkt hätten. CEO Ridinger hat dieses Geschäft früher als eines der strategisch wichtigen bezeichnet, deshalb soll es beispielsweise auf die Versorgung von Städten mit Trinkwasser ausgeweitet werden. „Hier liegt ein Fokus und hier wollen wir den Markt ausbauen“, sagte heute Ridinger. Neue Produkte für die Industriemärkte generell und auch für das Marktsegment Municipal seien bereits lanciert worden.

Überprüfung „Wood Protection“ verläuft planmässig
Eine gute Nachfrage sehe überdies das Industrial Solutions-Geschäft insgesamt. Die strategische Überprüfung des Wood Protection-Geschäfts schreite zudem planmässig voran. „Es gibt gutes Interesse für den Bereich“, sagte dazu Ridinger. Ob es zu einem Verkauf oder eher zu einer Kooperation mit einem Partner komme, wollte er nicht sagen. „Es ist nach wie vor alles offen, wir befinden uns mitten im Prozess. Also ist es zu früh, für weitere Aussagen dazu.“

Im zweiten Hauptsegment Pharma & Biotech gebe es eine erhöhte Nachfrage nach allen Technologien. Bei Custom Manufacturing seien verschiedene neue Verträge unterzeichnet worden und die für das zweite Quartal 2014 geplante Inbetriebnahme der zweiten ADC-Anlage im Grossmassstab in Visp sei auf Kurs. Microbial Development Services habe vier Kundenprojekte erfolgreich von Hopkinton nach Visp transferiert.

Lonza spricht überdies von einer guten Produktpipeline im Bereich Zell- und Viraltherapie. Die öffentliche Hand und die grossen Pharmafirmen würden hier vermehrt Mittel bereitstellen.

Die Investitionen will Lonza gemäss Ridinger im laufenden Jahr unter 300 Mio CHF halten. (awp/mc/upd/ps)

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