Medacta steigert Umsatz im Jahr 2021 um 20 Prozent

Francesco Siccardi
Francesco Siccardi, CEO Medacta. (Foto: zvg)

Castel san Pietro – Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta hat sich vom Umsatzrückgang in dem von Corona belasteten Vorjahr gut erholt: 2021 kletterten die Verkäufe um 20 Prozent auf 363,1 Millionen Euro, wie Medacta am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der Wert des Vor-Corona-Jahres 2019 deutlich übertroffen (311 Mio).

Nachdem 2020 wegen Corona in den Spitäler rund um den Globus auch orthopädische Operationen reihenweise verschoben werden mussten, hat das Geschäft mit Hüft- und Knieprothesen im 2021 wieder angezogen. Die Aktivitäten bei den Operationen hätten sich wieder normalisiert, schreibt Medacta.

Medacta gelang es den Angaben zufolge, viele Neukunden zu gewinnen. Auch habe die Gruppe die Vertriebsorganisation stark ausgebaut und im gesamten Unternehmen mehr als 150 Jobs geschaffen. Und bereits in der ersten Jahreshälfte seien insgesamt mehr als 50 neue Produkte registriert worden.

Normalisierung in Europa
In der wichtigsten Region Europa stiegen die Einnahmen von Medacta um 21 Prozent auf 156,4 Millionen Euro, dank der Normalisierung in den Spitälern. In Nordamerika wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 109,2 Millionen Euro. Hier hätten vor allem Neukunden und der Ausbau des Aussendienstes einen wesentlichen Beitrag zur guten Entwicklung geleistet, heisst es.

Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum nahm um 18 Prozent auf 84,9 Millionen Euro zu, hauptsächlich dank Neukunden und trotz coronabedingter Einschränkungen in Australien. Im Rest der Welt kletterte der Umsatz gar um 48 Prozent auf 12,6 Millionen Euro in die Höhe. Vor allem im Mittleren Osten und Lateinamerika sei das Geschäft gut gelaufen, so die Mitteilung.

Nach Bereichen aufgeschlüsselt wuchs das Hüfte-Geschäft mit 17 Prozent auf 179,3 Millionen Euro und die Knie-Sparte um 23 Prozent auf 131,1 Millionen Euro. In den beiden wichtigsten Sparten konnte Medacta mehrere neue Produkte auf den Markt bringen.

Im kleinere Geschäftsteil Extremitäten, wozu Schulterprodukte und die Sportmedizin zählen, nahm der Umsatz gar um einen Drittel auf 19,0 Millionen Euro zu und das Wirbelsäule-Geschäft wuchs um 17 Prozent auf 33,8 Millionen Euro.

Keine Angaben macht Medacta in der Mitteilung zum Ausblick, und die Ergebnisse werden am 11. März präsentiert. Bislang hatte das Unternehmen mit einer bereinigten EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau gerechnet. Im Jahr 2020 hatte die Marge sich auf 29,1 Prozent belaufen. (awp/mc/ps)

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