Migros 2011: Gruppenumsatz geht 0,9% um zurück

Herbert Bolliger

Migros-CEO Herbert Bolliger.

Zürich – Der Migros-Gruppenumsatz und der Detailumsatz waren im Geschäftsjahr 2011 rückläufig. Innerhalb des Detailhandels entwickelten sich die Sparten Migrol und Depot gut. Marktanteile konnten im Bereich Bio-Produkte gewonnen werden. Die Migros-Gruppe hat beim Umsatz im Jahr 2011 einen Rückgang um 0,9% auf 24,8 Mrd CHF zu verzeichnen. Den Gewinn will der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) am 28. März an der Bilanz-Medienkonferenz präsentieren.

Der gesamte Detailumsatz (ohne Mehrwertsteuer) belief sich im letzten Jahr auf 21,0 Mrd CHF, was einem Rückgang von 0,7% entspricht, teilte die Migros am Montag mit. Bei einer Minusteuerung von -2,8% entspricht dies jedoch einem realen Wachstum von 2,1%, heisst es.

Ex Libris stark rückläufig
Der Detailhandelsumsatz setzt sich wie folgt zusammen: Die zehn Genossenschaften als wichtigstes Standbein der Gruppe setzten mit 14,7 Mrd CHF 3,3% weniger als im Vorjahreszeitraum um. Bei einer Teuerung von -3,9% im gesamten Sortiment setzte die Migros allerdings mit einem realen Umsatz von +0,5% volumenmässig mehr als im Vorjahr um. Das gesamte Verkaufsnetz der Migros umfasste per Ende letzten Jahres mit 623 Standorte 13 Standorte mehr als im Vorjahr. Rückläufig waren auch die Umsätze bei den Ketten Globus (-3,7% auf 788 Mio), Interio (-5,4% auf 243 Mio), Ex Libris (-12,0% auf 168 Mio) und LeShop.ch (-1,3% auf 149 Mio).

Denner stabil
Der Discounter Denner hielt den Umsatz stabil bei 2,78 Mrd CHF. Positiv entwickelten sich hingegen der Computerhändler Office World (+20,0% auf 156 Mio CHF), Migrol (+3,7% auf 1’767 Mio), die Handelskette Depot (+21,4% auf 261 Mio). Die Nachfrage nach Bio-Produkten sei auch 2011 überdurchschnittlich angestiegen. Der Umsatz konnte um knapp 7% auf 435 Mio CHF gesteigert werden. Mengenmässig belief sich die Steigerung gegenüber dem Vorjahr gar auf 10%, was zu einem weiteren Ausbau der Marktanteile führte, heisst es.

Sparten Eigenindustrie und Hotelplan geschrumpft
Bei den weiteren Sparten konnte die Eigenindustrie der Migros den Umsatz um 0,4% auf 5,3 Mrd CHF erhöhen. Hierzu folgt eine separate Mitteilung am 8. Februar. Der Umsatz der Reisetochter Hotelplan schrumpfte dagegen um 6,6 auf 1,4 Mrd CHF. Gründe dafür sind unter anderem negative Währungseinflüsse und der «arabische Frühling». Nähere Informationen gibt es auf der Bilanzmedienkonferenz der Hotelplan-Gruppe am 6. März.

Die Migros Bank habe erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt, hiess es. Sowohl das Hypothekarvolumen als auch der Bestand an Kundengeldern konnten deutlich gesteigert werden. Das detaillierte Jahresergebnis wird am (morgigen) Dienstag vorgelegt. (awp/mc/ps)

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