Mobilität der Zukunft: Swissmetro für Personen und Güter

Cargo sous terrain
Projekt Cargo sous terrain. (Bild: cargosousterrain.ch)

Eine Art unterirdische Rohrpost für Güter: Cargo sous terrain. (Bild: cargosousterrain.ch)

St. Gallen – Die Eröffnungsfeierlichkeiten zum Gotthard-Basistunnel sind Geschichte – doch an diesem Anlass haben die Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer nicht repräsentativ angelegten Befragung des SBB Lab der Universität St.Gallen bereits über die Mobilität der Zukunft ein Stimmungsbild abgegeben. Hier zeigte sich, dass viele gegenüber neuen Technologien wie Swissmetro oder Cargo sous terrain offen sind, in Sachen Mobilität aber eine Mehrheit auch auf das Auto nicht verzichten will.

Mit einem grossen Publikumsanlass an beiden Portalen des neuen Gotthard-Basistunnels feierte die Schweiz am 4. und 5. Juni 2016 die Eröffnung des längsten Bahntunnels der Welt. Die beiden eidgenössischen technischen Hochschulen (ETH und EPFL) und verschiedene Unternehmen hatten die Möglichkeit, dem Publikum an diesem Anlass verkehrsrelevante Technologien näherzubringen. Das SBB Lab der Universität St.Gallen lud in Zusammenarbeit mit der SBB ein, im Rahmen der Gotthard-Eröffnung spielerisch mit ein paar wenigen Fragestellungen über die Mobilität der Zukunft nachzudenken.

Das Auto: Auch in Zukunft mit einer zentralen Rolle
Etwa zwei Drittel der Teilnehmer wollen auch in Zukunft nicht auf ein Auto verzichten. Diejenigen, welche kein Auto mehr haben werden und stattdessen Sharing-Angebote nutzen, machen deshalb nur knapp 20 Prozent aller an der Befragung des SBB Lab in Rynächt teilnehmenden Besucherinnen und Besucher aus. Die Gruppe, welche auch in Zukunft ausschliesslich den öffentlichen Verkehr nutzen wird, ist etwa gleich gross. Dennoch: Die grosse Mehrheit geht davon aus, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs in Zukunft bei wachsendem Gesamtverkehr klar zunimmt; man glaubt aber auch, dass 2040 kaum mehr jemand nach öffentlichem und Individualverkehr unterscheiden wird, sondern eine andere Nomenklatur vorherrschen wird.

Die Bahn: Erfüllung bescheidener Ansprüche
Die am meisten geäusserten Ansprüche an die Bahn als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs sind bescheiden: Man möchte genügend Platz und Ruhe, saubere und funktionstüchtige Toiletten, Konnektivität (via WiFi), Verpflegungsmöglichkeiten sowie Platz für Fahrräder und andere Langsamverkehrsmittel. Auch an der Möglichkeit, schweres Gepäck einzuchecken, sollte festgehalten werden. Daneben träumt man vom Luxus bei Bahnfahren, inklusive flachen Liegesitzen mit Massagefunktion, Wellnessoasen und ähnlichem…

Zukünftige Investitionen: Berücksichtigung neuer Technologien
Die Antworten auf die Frage, wie ein zukünftiger Investitionsbetrag in der Höhe des Gotthard Basistunnels eingesetzt werden soll, sind deutlich: Etwa zwei Drittel sind der Meinung, diese Mittel zunehmend auf neue Transporttechnologien zu setzen, so bspw. oberirdische Magnetschwebebahnen (Hyperloop), Swissmetro oder Cargo sous terrain (für Güter). Nur ein Drittel ist der Meinung, existierende Technologien (Strasse und Schiene) weiter auszubauen.

Der Leiter der Befragung, Christian Laesser, schätzt, dass uns vergangenes Wochenende «ein wohl eher bahnaffines und teilweise auch technologiebegeistertes Publikum ein Stimmungsbild über unsere Mobilitäts-Zukunft vermittelt hat». Dieses sei in der Tat noch eher unscharf, wie ein Zukunftsbild wohl immer sei. Doch: Man erkenne, dass die Grenzen unseres Denkens über Mobilität aufgeweicht würden und gerne über neue Technologien nachgedacht werde. Damit seien wohl wesentliche Grundlagen zur erfolgreichen Gestaltung der diesbezüglichen Zukunft erfüllt. (HSG/mc/ps)

Universität St.Gallen (HSG)
Die Universität St.Gallen (HSG) ist die Universität des Kantons St.Gallen und die Wirtschaftsuniversität der Schweiz. Internationalität, Praxisnähe und eine integrative Sicht zeichnen die Ausbildung an der HSG seit ihrer Gründung im Jahr 1898 aus. Heute bildet die Universität über 8200 Studierende aus 80 Nationen in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechts- und Sozialwissenschaften sowie in Internationalen Beziehungen aus. Mit Erfolg: Die HSG gehört zu den führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas. Im European Business School Ranking der «Financial Times» 2015 belegt die HSG den Platz 4. Die «Financial Times» hat den Master in «Strategy and International Management» (SIM-HSG) 2015 zum fünften Mal in Folge als weltweit besten bewertet. Dies im jährlichen Ranking von Master-Programmen in Management. Für ihre ganzheitliche Ausbildung auf höchstem akademischem Niveau erhielt sie mit der EQUIS- und AACSB-Akkreditierung internationale Gütesiegel. Studienabschlüsse sind auf Bachelor-, Master- und Doktorats- bzw. Ph.D.-Stufe möglich. Zudem bietet die HSG erstklassige und umfassende Angebote zur Weiterbildung für jährlich rund 5000 Teilnehmende. Kristallisationspunkte der Forschung an der HSG sind ihre 40 Institute, Forschungsstellen und Centers, welche einen integralen Teil der Universität bilden. Die weitgehend autonom organisierten Institute finanzieren sich zu einem grossen Teil selbst, sind aber dennoch eng mit dem Universitätsbetrieb verbunden.     
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