Novartis setzt zahlreiche Aktivitäten in Russland aus

Novartis
(Foto: Novartis)

Basel – Der Pharmakonzern Novartis verurteilt in einer Stellungnahme vom Montag den Krieg in der Ukraine. Es handle sich um einen unprovozierten Gewaltakt, der unschuldigen Menschen schade. Der Konzern habe daher in den letzten Tagen mehr als 600’000 Packungen mit Antibiotika, Schmerzmitteln sowie kardiovaskulären und onkologischen Medikamenten geliefert, teilte er in der Meldung mit.

Damit solle die Versorgung von Menschen im Konfliktgebiet, die auf diese Medikamente angewiesen sind, aufrechterhalten werden. Zudem hat der Konzern den Angaben zufolge eine Spende in Höhe von 3 Millionen US-Dollar an Wohltätigkeitsorganisationen geleistet, die Flüchtlinge in der Ukraine und den angrenzenden Ländern unterstützen.

Schliesslich habe der Konzern ein Massnahmenpaket umgesetzt. Es beinhaltet unter anderem die Aussetzung von Kapitalinvestitionen und Werbung in Russland. Man sei zwar nach wie vor bestrebt, den Zugang zu Medikamenten in Russland zu ermöglichen, pausiere aber in dem Land die Einleitung neuer klinischer Studien und die Aufnahme von Studienteilnehmern in bestehende Studien, hiess es weiter. (awp/mc/ps)

One thought on “Novartis setzt zahlreiche Aktivitäten in Russland aus

  1. Ich frage mich welche Energieträger Novartis ebenso wie so manch anderer Pharmakonzern als auch Betriebe anderer Industriezweige in Deutschland nutzt.
    Gerade die Pharma- und Chemieindustrie hat einen hohen Bedarf an Energie der doch häufig von Erdgas abgedeckt ist.
    Jetzt stellen sich für mich zwei Fragen:
    1. Mit welcher Begründung wird die Begründung seitens Novartis begründet, dass Russland als Krisengebiet gilt und somit bestimmte Medikamente weiterhin geliefert werden dürfen/sollen?
    2. Deutschland wird zum Energiesparen angehalten – Privathaushalte als auch Industrie. Wieviel könnte man durch stärkere Einschränkung der bis dato noch fortgeführten Lieferbeziehungen nach Russland eingespart werden?

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