Nycomed: Umsatz 2010 um 1,8 Prozent rückläufig

Håkan Björklund

Nycomed-CEO Håkan Björklund.

Zürich – Das Pharmaunternehmen Nycomed hat 2010 einen Umsatzrückgang um 1,8% auf 3,17 Mrd EUR hinnehmen müssen. In Lokalwährungen gingen die Verkäufe um 6,2% zurück. Hauptgrund für den Rückgang waren die sinkenden Umsätze des Medikaments Pantoprazol, das in mehreren Märkten, darunter Australien und der Schweiz, die Marktexklusivität verlor.

In Europa stabilisierten sich die Pantoprazol-Umsätze dagegen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) verringerte sich im vergangenen Jahr um 22,5% auf 774,9 Mio EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel mit -44,2 (VJ 288,0) Mio EUR negativ aus. Neben einem gesunkenen Bruttogewinn sei der operative Verlust auf die erhöhten Investitionen in neue Tochtergesellschaften in Schwellenländern sowie in die Einführung von Daxas zurückzuführen, schreibt Nycomed.

Spezial- und Pneumologie-Portfolio mit zweistelligem Wachstum
Ein zweistelliges Wachstum konnte das Unternehmen laut Mitteilung mit dem Portfolio an Spezial- und Pneumologie-Produkten erzielen. Zuversichtlich sei man in Bezug auf die Aussichten von Daxas (Roflumilast), nachdem das Medikament zur Behandlung von chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) im Juli 2010 die EU-Marktzulassung erhalten hatte. In den USA hat die Gesundheitsbehörde FDA Daxas die Zulassung erteilt. In den Schwellenländern konnte Nycomed den Umsatz um 30% steigern. Dabei seien Russland und die GUS-Staaten der grösste Markt, gefolgt von Brasilien. 2010 tätigte das Unternehmen eine Übernahme in China und gründete neue Tochtergesellschaften in Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Der Umsatzanteil der Schwellenländer soll von derzeit 39% bis 2015 auf 60% ansteigen. (awp/mc/ps)

Nycomed

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