Omikron-Variante des Coronavirus in der Schweiz dominant

Omikron
(Bild: Adobe Stock)

Bern – Die sehr ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus ist in der Schweiz bereits dominant. Der Anteil von Omikron lag laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag bei 55,7 Prozent der Neuansteckungen.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem BAG am Montag innerhalb von 96 Stunden 36’261 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG 69 neue Todesfälle und 345 Spitaleinweisungen. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 78,70 Prozent. 38,30 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Die St. Galler Behörden wollen keine Silvesterfeiern auf dem Klosterplatz bei der Kathedrale. Sie riefen die Bevölkerung am Montag dazu auf, zu Hause zu bleiben und im kleinen, privaten Rahmen auf den Jahreswechsel anzustossen. Der St. Galler Klosterplatz ist an Silvester ein beliebter Treffpunkt.

Die aktuelle epidemiologische Situation verlange jedoch, dass Kontakte möglichst reduziert werden und dass die Abstandsregeln eingehalten werden, teilte die St. Galler Staatskanzlei am Montag mit.

Der Verein der Berner Haus- und KinderärztInnen (VBHK) mobilisiert seine Mitglieder für die Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen, die ab Januar im Kanton Bern starten. Von 100 Mitgliedern erklärten sich 40 bereit, die Impfzentren an mindestens einem Halbtag zu unterstützen. Der Verband will damit mithelfen, dass möglichst viele Kinder zum Schulbeginn 2022 mit einer ersten Dosis geimpft und geschützt sind.

Rund 150 Soldaten sind am Montag in die Kaserne in Moudon VD eingerückt. Sie werden in den kommenden Tagen die Gesundheitsdienste der Kantone Jura, Wallis, Neuenburg und Freiburg entlasten.

Zusätzliche sieben Millionen Dosen Impfstoff
Moderna liefert nach eigenen Angaben im kommenden Jahr zusätzliche sieben Millionen Dosen seiner Auffrischungsimpfung an die Schweiz. Der Booster liefere ermutigende Daten im Bezug auf die Omikron-Variante. Diese Dosen kämen zu den ersten sieben Millionen Dosen der von der Regierung bestellten Lieferung für 2022 hinzu, teilte Moderna am Montag mit.

Die Heilmittelbehörde Swissmedic genehmigte unterdessen die Auffrischungsimpfung mit «Covid-19-Vaccine Janssen» von Janssen-Cilag. Somit können Personen ab 18 Jahren zwei Monate nach einer ersten Impfung einen Booster des Vektorimpfstoffes erhalten.

Zurzeit sind laut BAG 67,03 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft. 21,81 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Vom 20. bis am 26. Dezember sind in der Schweiz insgesamt 387’698 Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen registriert worden. Bei den über 65-Jährigen beträgt die Impfquote 90,14 Prozent. Zudem erhielten 61,54 Prozent eine Booster-Impfung.

Bei den 16- bis 64-Jährigen liegt der Abteil der vollständig geimpften Personen bei 74.49 Prozent, geboostert wurden 15,71 Prozent. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen sind 39,46 Prozent vollständig geimpft.

Swissmedic liess auch das Roche-Medikament Ronapreve in der Schweiz zu. Ronapreve kann nun für die Behandlung oder Prävention der Coronavirus-Krankheit eingesetzt werden, wie Swissmedic am Montag mitteilte. Es ist das erste in der Schweiz zugelassene Arzneimittel zur Prävention von Covid-19.

Arzneimittel reserviert
Das BAG schloss mit den Unternehmen GlaxoSmithKline und Roche Pharma Verträge für die Reservation von Arzneimitteln gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ab. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Sotrovimab und um die Kombination der monoklonalen Antikörper Casirivima/Imdevimab.

Die Medikamente werden laut BAG bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf eingesetzt. (awp/mc/ps)

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