Orior erzielt bestes Betriebsergebnis der Geschichte

Daniel Lutz
Orior-CEO Daniel Lutz. (Foto: Orior)

Zürich – Die Lebensmittel-Gruppe Orior ist im Geschäftsjahr 2021 wieder gewachsen. Dem Unternehmen hat unter anderem die Besserung im Bereich Convenience zu mehr Umsatz verholfen, was wiederum zum besten operativen Ergebnis bislang geführt hat. Die Reisegastronomie lässt allerdings noch auf sich warten.

Der Nettoerlös stieg um 2,3 Prozent auf 614,1 Millionen, Währungseffekte hatten einen Effekt von 0,3 Prozent. Diese herausgerechnet ergibt sich ein organisches Wachstum von 2,0 Prozent, wie die in den Bereichen Frisch-Convenience und Fleischveredelung tätige Gruppe mit Marken wie Fredag, Biotta oder Rapelli am Mittwoch mitteilte.

Profitabilität verbessert
Orior steigerte auch seine Profitabilität. Vor Steuern und Abschreibungen wuchs der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA um einen Fünftel auf den bisherigen Höchstwert von 64,1 Millionen. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dementsprechend auf 10,4 Prozent nach 8,8 Prozent im 2020.

Haupttreiber für diese Entwicklung seien neben dem Wachstum mit margenstarken Produktkategorien auch die Flexibilisierung der Kosten und Prozesse gewesen. Weiter hätten aber auch das 2018 erworbene Geschäft von Casualfood und coronabedingte Unterstützungs- und Ausfallleistungen des deutschen Staates dazu beigetragen.

Das Konzernergebnis erhöhte sich sogar um einen Viertel auf 27,3 Millionen. Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären deshalb nun auch eine höhere Dividende von 2,40 Franken pro Aktie vor nach 2,33 Franken im Vorjahr.

Erholung im Bereich Convenience
Das Segment Convenience, zu dem die sogenannten Kompetenzzentren Fredag, Le Patron, Pastinella und Biotta gehören, wuchs zweistellig. Hier gab es laut Mitteilung drei Haupttreiber: Das starke Wachstum im Bereich der pflanzenbasierten Spezialitäten, eine gute Entwicklung bei den Frischpasta und Wachstum bei Biotta.

Der Food Service Bereich, in dem Orior etwa Kantinen oder Restaurants beliefert, habe sich hingegen unterschiedlich entwickelt, heisst es. Take-away war zwar gefragt, aber die klassische Gastronomie lag weiterhin unter dem Niveau von vor der Pandemie.

Das Segment International, in dem Orior mit der Tochter Casualfood diverse Schnellverpflegungsstationen an Flughäfen und Bahnhöfen betreibt und auch die Biotta-Schwester Gesa führt, entwickelte sich laut der Mitteilung gut. Allerdings konnte Casualfood den Umsatz nur geringfügig erhöhen. In der Reisegastronomie zeige sich trotz respektabler Resultate im Sommer noch keine richtige Trendwende.

Weniger gut lief es auch im Bereich der Fleischveredelung, dem sogenannten Refinement. Dort gab es «unvorhersehbare Herausforderungen bei der Umstellung auf ein neues IT-System» bei Rapelli, das Lieferschwierigkeiten und Umsatzeinbussen zur Folge hatte.

Positives 2022 erwartet
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung laut der Mitteilung ein gutes und breit abgestütztes Wachstum und bei Casualfood eine deutliche Erholung der Reisegastronomie ab dem Sommer. Das organische Wachstum dürfte zwischen 4 und 6,5 Prozent zu liegen kommen und die operative Marge bei über 10 Prozent. (awp/mc/pg)

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