Panalpina schreibt mehr Gewinn im 1. Quartal

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(Foto: Sandro Hofer / Panalpina)

Basel – Der Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im ersten Quartal 2018 mehr Nettoumsatz erzielt und auch den um volatile Frachtraten bereinigten und deshalb aussagekräftigeren Bruttogewinn steigern können. Auch unter dem Strich schaute im Vergleich zur Vorjahresperiode ein höherer Gewinn heraus. Sorgen bereitet allerdings weiterhin die Seefrachtsparte, die erneut nicht aus den roten Zahlen herausgefunden hat.

Konkret stieg der Nettoumsatz von Januar bis März um 11 Prozent auf 1,41 Milliarden Franken, während der Bruttogewinn ebenfalls um 11 Prozent auf 370,7 Millionen zulegte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT resultierte derweil ein Plus von 49 Prozent auf 24,4 Millionen Franken und beim konsolidierten Reingewinn eines von 34 Prozent auf 16,6 Millionen Franken.

„Ermutigender Start“
Die in der Branche wichtige Konversionsmarge, die das Verhältnis zwischen EBIT und Bruttogewinn ausdrückt und als wichtige Profitabilitätskennzahl gilt, legte somit auf 6,6 Prozent zu nach 4,9 Prozent in der Vorjahresperiode.

„Der Start ins 2018 war ermutigend. Die Profitabilität pro transportierte Einheit nahm sowohl in der Luft- als auch Seefracht zu“, wird CEO Stefan Karlen in der Meldung zu den Zahlen zitiert. Mit den vorgelegten Zahlen gelingt es der Konzernleitung die Markterwartungen bei den meisten Kennzahlen zu übertreffen. Beim Reingewinn waren Analysten allerdings im Schnitt von einem etwas höheren Wert ausgegangen. Konkret hatten sie gemäss dem AWP-Konsens den Nettoumsatz auf 1,38 Mrd Franken, den Bruttogewinn auf 349,7 Millionen, den EBIT auf 24,4 Millionen und den Reingewinn auf 17,8 Millionen Franken veranschlagt.

Seefrachtsparte bleibt das Sorgenkind
Nach Sparten betrachtet gelang Panalpina im profitablen Luftfrachtgeschäft ein Wachstum der Volumen von 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Bruttogewinn pro Tonne um 19 Prozent auf 739 Franken zu. Der EBIT in der Luftfracht erhöhte sich auf 26,9 Millionen Franken von 17,1 Millionen im ersten Quartal 2017. Die Konversionsmarge der Sparte belief sich somit auf 15,1 Prozent – im Vergleich zum Vorjahreswert von 11,8 Prozent eine klare Verbesserung.

Im Gegensatz zur Luftfracht ist das Seefrachtgeschäft das Sorgenkind von Panalpina – was sich auch im ersten Quartal 2018 erneut zeigte. So verzeichnete die Sparte einen Verlust auf Stufe EBIT von 5,8 Millionen Franken, verglichen mit einem Verlust von 3,2 Millionen Franken ein Jahr zuvor. Hintergrund ist ein Rückgang von Panalpinas Seefrachtvolumen im Vergleich zum Vorjahr von 4 Prozent, da ein Grossauftrag nicht weitergeführt werden konnte.

In der Logistik nahm der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 84,0 Millionen Franken zu. Der EBIT erreichte in den ersten drei Monaten 3,4 Millionen Franken, verglichen mit 2,4 Millionen in der Vorjahresperiode.

Fokussierung auf Profitabilität bei Seefracht
Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr äussert sich Panalpina zu den einzelnen Segmenten. „Die globale Nachfrage nach Luftfracht bleibt ausgeprägt und die Carriers haben begonnen, die Raten substanziell anzuheben“, wird CEO Karlen zitiert. Und weiter: Mit Blick auf eine Sommersaison, die wieder betriebsamer als normal sein könnte, werden wir bei der Weitergabe dieser Mehrkosten sehr diszipliniert sein müssen.“

Ebenfalls gibt das Unternehmen einen konkreten Kommentar zur Seefracht ab. Hier liege der Fokus auf der Verbesserung der Profitabilität. In der Logistik schliesslich habe man bedeutende Investitionen getätigt und sei nun in einer guten Position, um während des Jahres in dem Bereich zu wachsen.

Konkretere Ziele für 2018 stehen in der Mitteilung keine. Allerdings hatte das Unternehmen schon früher welche genannt. Im Gesamtjahr 2018 wolle Panalpina stärker zulegen als der Markt, der sowohl in der Luftfracht als auch in der Seefracht um 3 bis 4% wachsen dürfte, hatte es damals geheissen. (awp/mc/pg)

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