Parahotellerie verzeichnet stabiles Wintergeschäft
Zürich – Die Schweizer Parahotellerie hat ein positives Fazit unter die zurückliegende Wintersaison 2025/26 gezogen. Gleichzeitig ist der Ausblick auf das Sommergeschäft vielversprechend.
Ungeachtet der Herausforderungen durch Wechselkursunsicherheiten und der geopolitischen Spannungen hat sich die Wintersaison in der Parahotellerie im Vergleich zum Vorjahr grösstenteils stabil entwickelt. Die Umsätze nahmen sogar leicht zu, wie der Verband IG Parahotellerie Schweiz am Dienstag mitteilte.
Die Zahl der Logiernächte hielt sich dagegen auf Vorjahresniveau stabil, wie es weiter hiess. Erfasst wurden dabei die Geschäftsentwicklung der sechs Partner Reka, Schweizer Jugendherbergen, TCS Camping, Swisscamps, BnB Switzerland und Interhome.
Reka und TCS Camping mit Wachstum
Die Reka verbuchte ein Umsatzplus von 4 Prozent. Dabei sei vor allem der Januar stark gewesen. Dagegen habe sich der März unter den Erwartungen entwickelt, so die Mitteilung. Bei TCS Camping stiegen die Übernachtungen der sechs geöffneten Anlagen um 5 Prozent an. Auch Swisscamps habe eine solide Wintersaison verbucht.
Die Schweizer Jugendherbergen sahen einen Anstieg der Logiernächte um 0,4 Prozent. Vor allem ein starker Dezember zeichnete dabei für die positive Entwicklung verantwortlich. Die Monate Februar bis April blieben dagegen hinter den Vorjahreswerten zurück.
Gute Buchungslage für den Sommer
Für die anstehende Sommersaison zeichnet sich laut dem Verband eine gute Entwicklung ab. Die Buchungslage lasse auf ein «deutliches Wachstum» schliessen. So verzeichne TCS Camping etwa 14 Prozent höhere Buchungen als im Vorjahr. Vor allem die Inlandsnachfrage entwickle sich gut. Denn Schweizer Reisende würden die Ferien angesichts der geopolitischen Unsicherheiten vermehrt im eigenen Land verbringen.
Auch bei Reka liegen die Reservationen mit einem Plus von 9 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Der Umsatz soll um 6 Prozent zunehmen, wie es hiess.
Die Schweizer Jugendherbergen vermelden derweil ein Buchungsplus von 3,9 Prozent. Dies sei vor allem durch die neue Jugendherberge in Genf begründet, die Mitte Juni den Betrieb aufnimmt. BnB Switzerland erwartet eine stabile bis leicht wachsende Nachfrage, insbesondere getragen durch Biker, Wanderer und Familien.
Gefragte Ferienwohungen in den Bergen
Der Ferienhausvermittler Interhome erwartet eine starke Inlandsnachfrage speziell nach Aufenthalten in den Bergen und in der Natur. Zudem halte das Interesse nach Badeferien in den Nachbarländern Italien und Frankreich an.
«Die Parahotellerie Schweiz bewährt sich auch in einem herausfordernden Umfeld als stabile Säule des Schweizer Tourismus», lässt sich Janine Bunte, Präsidentin der Parahotellerie Schweiz, in der Mitteilung zitieren. Das Fundament würden dabei die Inlandsnachfrage und die innovativen Angebote bilden, sagt sie weiter. (awp/mc/ps)