Phoenix Mecano hält Umsatz im 3. Quartal knapp

Benedikt Goldkamp
Benedikt Goldkamp, VR-Präsident Phoenix Mecano (Foto: Phoenix Mecano)

Benedikt Goldkamp, CEO Phoenix Mecano. (Foto: Phoenix Mecano)

Kloten / Stein am Rhein – Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im dritten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Umsatz knapp gehalten, die Profitabilität ist aber deutlich gesunken. Die Markterwartungen wurden mehrheitlich verfehlt. Die Konzernleitung hält dennoch am Ausblick für das Gesamtjahr fest.

Der konsolidierte Bruttoumsatz sank im dritten Quartal um 1,6% auf 124,4 Mio EUR. Unter Berücksichtigung von Veränderungen im Konsolidierungskreis habe sich eine Abnahme um 2,6% ergeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Negative Währungseffekte ausgeklammert hätte der Rückgang 1,3% betragen. Der Auftragseingang verbesserte sich mit 124,1 Mio um 2%, dies bei einem stabilen Book-to-Bill Ratio von 99,7%. Die noch zu Jahresanfang erhoffte Wachstumsbeschleunigung sei daher kurzfristig nicht zu erwarten, heisst es.

Im Vergleich mit dem Vorquartal zeigen sich leichte Steigerungen bei Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis, streicht der Konzern in der Mitteilung hervor.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT nahm mit einem Minus von rund 19% auf 8,4 Mio deutlich ab und die entsprechende Marge sank um 1,4 Prozentpunkte auf 6,8%. Der Reingewinn belief sich auf 6,1 Mio und liegt damit 16% unter der Vorjahresgrösse. Mit den Zahlen hat Phoenix Mecano die Vorgaben der Analysten beim Umsatz und EBIT verfehlt, beim Reingewinn mehr oder weniger punktgenau getroffen.

Nach neun Monaten weist Phoenix Mecano einen gegenüber dem Vorjahr um 0,6% leicht tieferen Bruttoumsatz von 380,5 Mio EUR und einen um 1,4% gesunkenen Auftragseingang von 379,0 Mio aus. Der EBIT kam mit 25,8 Mio knapp 14% tiefer zu liegen bei einer Marge von 6,8% (VJ 7,8%). Das Periodenergebnis sank um 17% auf 17,5 Mio.

Betriebsmarge in Gehäusetechnik legt weiter zu
Bezüglich der Betriebsmarge entwickelte sich einzig die ertragsstärkste Sparte Gehäusetechnik positiv (15,3% vs. 14,8% im Vorjahr). Sie habe sich bisher in jedem Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum verbessert, was laut Mitteilung auf die Wirksamkeit der Massnahmen in den Bereichen Operational Excellence, Logistik und Marketing zurückgeführt wird. Unter Annahme stabiler konjunktureller Rahmenbedingungen rechnet der Konzern in der Sparte auch 2015 mit weiteren Verbesserungen in kleinen Schritten.

In der Division Mechanische Komponenten (Marge 6.2% vs. 7.9%) seien aufgrund schwieriger Marktverhältnisse bei Elektroantrieben für Pflege- und Komfortmöbel in allen drei grossen Marktregionen verschiedene Kunden in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Der Konzern erwartet jedoch, in 2015 zumindest einen Teil der auf diesem Wege verlorengegangen Umsätze mit anderen Kunden kompensieren zu können. Der ungebrochen positive Trend bei der Endkundennachfrage nach motorisch verstellbaren Möbeln werde unterstützend wirken.

Die Sparte ELCOM/EMS (Marge -0,4% vs. 0,2%) befinde sich bei der Neuausrichtung im Plan, wie es heisst. Aufbauinvestitionen und erhöhte Kosten werden in den Bereichen Power Quality Komponenten und Electronics Manufacturing Services auch für das Geschäftsjahr 2015 in Aussicht gestellt.

Guidance bestätigt
Die Konzernleitung zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass bei weiterhin relativ stabilen konjunkturellen Rahmenbedingungen eine Verstetigung des zuletzt positiven Trends bei Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis erreicht werden könne. Die Guidance für das Gesamtjahr 2014 wird bestätigt. Damit geht der Konzern unverändert von einem um Sonderfaktoren in mittlerer einstelliger Millionenhöhe bereinigten Betriebsergebnis im Bereich des Vorjahresresultates aus.

Obwohl die Wachstumserwartungen der wichtigen Prognoseinstitute für den Industriesektor der Eurozone in den letzten Wochen mehrheitlich zurückgeschraubt worden seien, zeige sich das Umfeld aus Sicht von Phoenix Mecano nicht stark verändert, heisst es weiter. Die Gruppe geht entsprechend für das letzte Quartal und auch für den Start ins 2015 von insgesamt stabilen Rahmenbedingungen aus. (awp/mc/ps)

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