Post in ersten neun Monaten mit Gewinnrückgang

Post in ersten neun Monaten mit Gewinnrückgang
Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller. (Foto: Post)

Bern – Die Schweizer Post verzeichnet auch für die ersten neun Monate 2018 ein rückläufiges Ergebnis. Der Konzerngewinn liegt mit 317 Millionen Franken um 37 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Konzernzahlen würden weiterhin durch die schwierigen Rahmenbedingungen bei der Postfinance und die Bereinigungen bei Postauto beeinflusst, teilte das staatliche Unternehmen am Donnerstag mit.

Der gesamte Postkonzern erwirtschaftete von Januar bis September insgesamt einen leicht höheren Betriebsertrag von 5,67 Milliarden Franken (VJ 5,94 Milliarden). Das Betriebsergebnis lag derweil mit 384 Millionen Franken um rund 44 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode, entsprechend verringerte sich die Betriebsgewinn-Marge deutlich auf noch 6,8 Prozent nach 11,5 Prozent.

Postfinance-Ergebnis sinkt um 60 Prozent
Bei Postfinance hat sich an der schwierigen Situation nichts geändert. Der Finanztochter würden im Zinsengeschäft die Erträge «kontinuierlich wegbrechen», schreibt die Post in der Mitteilung. Das Kreditverbot verunmögliche Postfinance, die Zinsmarge in diesem Umfeld zu stabilisieren. Das Betriebsergebnis von Postfinance sank um knapp 60 Prozent auf 315 Millionen Franken.

Insgesamt erwirtschaftete die Finanztochter ein Betriebsergebnis von 1,32 Milliarden Franken, rund 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Hauptgründe für den Rückgang seien weggefallene einmalige Realisierungsgewinne aus Aktienverkäufen im Vorjahr von 109 Millionen Franken sowie der um 114 Millionen tiefere Zinsertrag.

Betriebsverlust bei Postauto
Bei Postauto resultierte im dritten Geschäftsquartal ein Betriebsverlust von 29 Millionen Franken gegenüber einem Betriebsgewinn von 18 Millionen im Vorjahreszeitraum. Massgeblich verantwortlich sei die Vereinbarung mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) über die Rückvergütung von zu Unrecht bezogenen Abgeltungen, heisst es. Des weiteren belasteten Wertberichtigungen sowie Aufwendungen für einen Rechtsstreit in Frankreich.

Die Post «stelle sich den Herausforderungen» und habe verschiedene Massnahmen ergriffen, schreibt das Unternehmen. So seien beim Umbau im Postnetzes gute Fortschritte erzielt und das Defizit im Netz konnte sukzessive verkleinert worden. Zudem seien «in allen Bereichen der Post» stetige Verbesserungen im Gange. (awp/mc/pg)

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