Prix Suisse 2026: Berufsbildung im Fokus und Kamala D. Harris als Gastrednerin

Prix Suisse 2026: Berufsbildung im Fokus und Kamala D. Harris als Gastrednerin
Kamala Harris wird die Hauptrednerin am diesjährigen Prix Suisse sein. (Foto: zvg)

Suhr – Am 7. November 2026 wird im Kursaal Bern zum sechsten Mal der Prix Suisse verliehen. Der Award ehrt jährlich eine herausragende Persönlichkeit aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport oder Kultur. Der Prix Suisse 2026 geht an Prof. Dr. Thomas H. Zurbuchen, Astrophysiker, ehemaliger NASA-Wissenschaftsdirektor und heutiger Leiter von ETH Zurich Space. Die diesjährige Ausgabe widmet sich zudem der Berufsbildung, einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Schweiz. Als Ehrengast und Hauptrednerin wird Kamala D. Harris, ehemalige Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten (2021–2025), in Bern erwartet.

Rund zwei Drittel aller Jugendlichen in der Schweiz, jährlich etwa 65’000 junge Menschen, starten nach der obligatorischen Schulzeit in eine Berufslehre. Das duale Bildungssystem ist weltweit einzigartig und gilt Ländern von Deutschland bis Singapur als Vorbild. Mehr als die Hälfte aller Fachkräfte in technischen, handwerklichen, gesundheitlichen und kaufmännischen Berufen absolvierte eine berufliche Grundbildung. Sie ist unverzichtbar für die Leistungsfähigkeit des Schweizer Mittelstands, der Industrie und des Gesundheitswesens.

Die Botschaft des Prix Suisse 2026 ist unmissverständlich: Die Berufslehre ist kein Plan B. Sie ist ein Bildungsweg erster Wahl – gesellschaftlich wertvoll, wirtschaftlich unverzichtbar und persönlich bereichernd.

Kamala D. Harris als Ehrengast
Der Prix Suisse verbindet nationale Themen mit internationalen Perspektiven. In diesem Jahr wird Kamala D. Harris, ehemalige Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten (2021–2025), als Ehrengast und Hauptrednerin an der diesjährigen Preisverleihung in Bern auftreten.

Kamala D. Harris ist die erste Frau in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die das Amt der Vizepräsidentin bekleidet hat. Ihre politische Laufbahn führte sie von der Staatsanwaltschaft des Landkreises Alameda über das Amt der Staatsanwältin von San Francisco bis zur Generalstaatsanwältin Kaliforniens. Als Vizepräsidentin setzte sie sich national für den Abbau von Kinderarmut, die Bekämpfung von Waffengewalt und reproduktive Rechte ein. International stärkte sie globale Allianzen und trat für demokratische Grundwerte ein – Themen, die auch in der Schweiz auf breiten Widerhall stossen.

Im November 2024 verlor sie die Präsidentschaftswahlen gegen Donald Trump, nachdem sie erst vier Monate zuvor für Joe Biden nachrückte, der sich nach zahlreichen schwachen Auftritten aus dem Präsidentschaftsrennen zurückzog.

Prix Suisse
Die Initiative Schweiz zeichnet jährlich eine Persönlichkeit mit dem Prix Suisse aus. Preisträgerinnen und Preisträger des «Prix Suisse» sind Persönlichkeiten, die in den vergangenen Jahren herausragende Leistungen für die Schweiz erbracht haben und sich durch Mut, Innovation und Kreativität auszeichnen. Der Prix Suisse wird alternierend in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur verliehen.

Der erste Preisträger 2021 im Bereich Wirtschaft war der Unternehmer und Politiker Peter Spuhler. Im Jahr 2022 hat die Ärztin und Wissenschaftlerin Martine Clozel den Award erhalten. Im November 2023 wurde der Ausnahmesportler Marco Odermatt ausgezeichnet. 2024 erhielt Büne Huber, Musiker, Maler und Frontmann der Kultband Patent Ochsner, den Prix Suisse im Bereich Kultur. Letztes Jahr wurde der Unternehmer und Innovator Willy Michel in der Kategorie Wirtschaft mit dem Prix Suisse ausgezeichnet. 2026 geht die Auszeichnung an den Astrophysiker und ehemaligen NASA-Wissenschaftsdirektor Prof. Dr. Thomas H. Zurbuchen, der heute ETH Zurich Space leitet. (mc/pg)

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