Rekordzahlen bei Bossard

David Dean
David Dean, ehemaliger CEO Bossard Gruppe.

David Dean, CEO Bossard. (Foto: Bossard)

Zug – Das Schraubenhandels- und Logistikunternehmen Bossard hat im Geschäftsjahr 2013 neue Höchstmarken bei Umsatz und Gewinn markiert. Auch die Rentabilität stieg auf Rekordniveau. Das Unternehmen hebt die Dividende für die Aktionäre an und rechnet auch für das laufende Jahr mit sanftem konjunkturellen Rückenwind und einer weiteren Geschäftsbelebung.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wuchs um 44% auf 69,8 Mio CHF und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 11,8% von 10,3% im Vorjahr. Damit seien die eigenen Erwartungen übertroffen worden und die Profitabilität liege deutlich über dem Branchendurchschnitt, wie das Unternehmen am Donnerstag schreibt. Der Reingewinn stieg um 29% auf 56,0 Mio. Dies sei umso bemerkenswerter, als höhere Finanzierungs- und Steueraufwendungen die Rechnung belastetet hätten.

Mit den Zahlen hat Bossard die Erwartungen der Analysten bei EBIT und Reingewinn jeweils leicht übertroffen.

Umsatz dank KVT-Übernahme um gut 25 % gesteigert
Den Umsatz hatte Bossard bereits im Januar bekanntgegeben. Dieser wuchs sowohl in Schweizer Franken als auch in Lokalwährungen gerechnet um jeweils gut 25% auf 609,7 Mio CHF. Das rein organische Wachstum – bereinigt vor allem um die Übernahme von KVT-Fastening – lag in Lokalwährungen bei 3,1%. Durch die Übernahme von KVT sei insbesondere die Marktposition in Europa „entscheidend“ gefestigt worden.

Übernahme von KVT-Fastening hat Erwartungen erfüllt
Die Erwartungen in die Übernahme der KVT-Fastening hätten sich vollumfänglich erfüllt und die Integration des Unternehmens sei zur vollen Zufriedenheit der Konzernleitung verlaufen, heisst es weiter. Das auf industrielle Verbindungstechnik spezialisierte Unternehmen habe einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Rentabilität im Gesamtkonzern erbracht. Aber auch im angestammten Geschäft habe Bossard den Betriebsgewinn und die operative Marge in allen drei Absatzregionen gesteigert.

Der Konzern hat im vergangenen Jahr weitere Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen getätigt. Die Aufwendungen hierfür betrugen 14,9 Mio CHF nach 22,5 Mio im Vorjahr. Dazu zählen unter anderem Investitionen für neuen Distributionszentren in Korea und Malaysia sowie Strukturinvestitionen in China, um diesen Markt besser zu erschliessen.

Höhere Dividende
Dank des positiven Cashflows habe sich die Eigenkapitalquote bis zum Jahresende auf 43,2% verbessert, heisst es in dem Communiqué weiter. Anfang 2013 habe sie aufgrund des Goodwill aus der KVT-Übernahme lediglich 13,8% betragen – nach der im März genehmigten Kapitalerhöhung rund 35%.

Die Kapitalerhöhung habe auch die Voraussetzungen für die Weiterführung der Dividendenpolitik geschaffen, heisst es weiter. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung von 6,00 CHF pro Aktie vorgeschlagen nach 5,75 CHF im Vorjahr. Das entspricht einer Dividendenquote von 40%.

Positiver Ausblick
Für das Jahr 2014 rechnet das Management mit einem sanften Rückenwind. In Europa seien gegenwärtig Anzeichen für eine Konjunkturerholung auszumachen. „Wir gehen von einer wenig steilen, aber dennoch kontinuierlichen Aufwärtsbewegung aus“, wird CEO David Dean in der Mitteilung zitiert. Im Amerika-Geschäft stelle man sich ebenfalls auf weitere Wachstumsimpulse ein. Eine anhaltende Geschäftsbelebung sei auch in Asien auszumachen. (awp/mc/pg)

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