Repower: 35 Mio CHF für Unterhalt von Wasserkraft-Anlagen

Kurt Bobst
Repower-CEO Kurt Bobst. (Foto: Repower)

Repower-CEO Kurt Bobst. (Bild: Repower)

Poschiavo – Repower betreibt und unterhält im Kanton Graubünden gegen 20 grössere und kleinere Wasserkraftwerke. Dazu kommen Verteilnetze, Unterwerke und weitere Anlagen. Um die zuverlässige Produktion der erneuerbaren Wasserkraft zu sichern und die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau halten zu können, investiert Repower laufend in die Erneuerung und in den Unterhalt dieser Anlagen. Allein im vergangenen Jahr wendete Repower dafür rund 35 Millionen Franken auf. Die Arbeiten wurden grösstenteils von eigenen Mitarbeitern und durch regional ansässige Unternehmungen ausgeführt.

Die Schweizer Wasserkraft befindet sich derzeit ökonomisch in einer schwierigen Lage: Wegen den falsch aufgesetzten Fördermodellen für erneuerbare Energien insbesondere in Deutschland und der Schweiz sind die Preise für Strom soweit gesunken, dass viele Wasserkraftwerke ihre Kosten nicht mehr decken können. Dies führt dazu, dass die Wasserkraft, die mit 60% der Produktion das Rückgrat der Schweizer Stromversorgung darstellt, zunehmend gefährdet wird. Die Anlagen, die sich direkt und indirekt weitgehend im Besitz der Kantone befinden, verlieren an Wert; die fehlenden Einnahmen gefährden die notwendige Erneuerung und Erweiterung der Anlagen. Trotz dieser unerfreulichen Ausgangslage bemüht sich Repower die für die Versorgung wichtigen Anlagen in einem guten betriebstüchtigen Zustand zu halten und die notwendigen Investitionen zu tätigen.

Betriebsgebäude beim Unterwerk Landquart komplett erneuert
So wurden 2013 die Unterwerke Schiers und Disentis rundum erneuert. Die Arbeiten betrafen insbesondere die jeweiligen Mittel- und Hochspannungsanlagen und wurden teilweise bereits im Vorjahr in Angriff genommen. In Campocologno mussten zudem Umbauten im Zusammenhang mit dem Übergang des Höchstspannungsnetzes an die Swissgrid vorgenommen werden.

In Landquart wurde das Betriebsgebäude beim Unterwerk komplett erneuert. Der Umbau dient der Werterhaltung sowie der Verbesserung der Arbeitsverhältnisse vor Ort. Zudem wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert. Die umfassende Erneuerung des Kraftwerks Palü konnte 2013 abgeschlossen werden. Zudem stand 2013 auch beim Kraftwerk Cavaglia eine Gesamterneuerung an. Seit Oktober 2013 läuft die Revision und Erneuerung der Maschinengruppe 2 im Kraftwerk Campocologno.

Verteilnetz laufend angepasst
Laufend den ändernden Erfordernissen angepasst wird auch das Verteilnetz im Rahmen einer Vielzahl von regionalen und lokalen Projekten. In bestehende Produktionsanlagen wurden 2013 insgesamt rund 11 Millionen Franken investiert, ins Netz rund 24 Millionen Franken. Insgesamt investierte Repower 2013 also rund 35 Millionen Franken in ihre Produktions- und Netzinfrastruktur. Repower setzt dabei auf eine Kombination zwischen Eigenleistungen und externen Aufträgen vornehmlich an regionale Anbieter. Die erbrachten Eigenleistungen sichern Arbeitsplätze und Know-how, eine wichtige Voraussetzung für den Betrieb und Unterhalt sowie die rasche Behebung allfälliger Störungen. Die Aufträge an Dritte beleben ihrerseits das regionale Gewerbe.

Hohe Produktion
Dass die Anlagen in einem guten Zustand sind, belegt auch die Tatsache, dass die Repower- Wasserkraftwerke 2013 eine ausserordentlich hohe Produktion erzielten, dies obwohl für die oben angeführten Revisionen gewisse Anlagen zeitweise vom Netz genommen werden mussten. Dazu beigetragen haben auch die langsame Schneeschmelze im Frühling und die optimale Niederschlagsverteilung übers ganze Jahr.

Daneben investierte Repower trotz eingetrübten Aussichten für die nächsten Jahre Mittel in die Weiterentwicklung und den Ausbau der Wasserkraft; insbesondere wurde die Planung zur Realisierung des Pumpspeicherkraftwerks Lagobianco sowie des Wasserkraftwerks Chlus weiter vorangetrieben. (Repower/mc/ps)

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