Roche erhöht Umsatz in ersten neun Monaten um 7%

Roche-CEO Severin Schwan.

Basel – Der Pharmakonzern Roche ist im dritten Quartal 2012 weiter gewachsen, doch hat sich die Zuwachsrate in Lokalwährungen gegenüber dem zweiten Quartal etwas abgeschwächt. Vor diesem Hintergrund werden die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. In der Produktpipeline wurden weitere Fortschritte erzielt, fielen doch elf von 14 Studien in späten Entwicklungsphasen positiv aus. Der Gruppenumsatz stieg in den ersten neun Monaten 2012 zu konstanten Wechselkursen (kWk) gegenüber der Vorjahresperiode um 4%; umgerechnet in Schweizer Franken profitierte der Konzern von einem positiven Wechselkurseffekt und verzeichnete einen Anstieg um 7% auf 33,69 Mrd CHF.

Die Division Pharma steigerte die Verkäufe um 7% (kWk +4%) auf 26,20 Mrd. Diagnostics erhöhte den Umsatz um 6% auf 7,50 Mrd (kWk +4).

Damit hat Roche die Konsenserwartungen der Analysten beim Pharma-Umsatz und entsprechend auch beim Gruppenumsatz leicht übertroffen. Minim unter den Durchschnittserwartungen lag indessen die Verkaufsentwicklung der Diagnostik-Division.

Im dritten Quartal beliefen sich der Gruppenumsatz auf 11,27 Mrd CHF (+4% zu konstanten Wechselkursen), die Pharma-Verkäufe auf 8,79 Mrd (+4%) und der Diagnostik-Umsatz auf 2,48 Mrd (+1%).

Wichtigste Medikamente wachsen weiter
Die zehn wichtigsten Umsatzträger sind in der Berichtsperiode mit zwei Ausnahmen weiter gewachsen. So stiegen die Verkäufe von MabThera/Rituxan in den ersten neun Monaten um 10% auf 5,00 Mrd CHF. Der Absatz von Herceptin erhöhte sich um 12% auf 4,43 Mrd. Avastin verzeichnete ebenfalls einen Anstieg – um 6% auf 4,31 Mrd. Zuwachsraten um 18% auf 1,28 Mrd bzw. 10% auf 1,15 Mrd verzeichneten Pegasys und Xeloda. Insgesamt legten die Krebsmedikamente in der Berichtsperiode um 9% zu.

Hingegen sank der Umsatz von Lucentis um 8% auf 1,11 Mrd. Und auch die Verkäufe von CellCept gingen um 14% auf 684 Mio zurück.

Unter den kürzlich eingeführten Medikamenten erzielte Zelboraf einen Umsatz von 157 Mio CHF, Perjeta von 26 Mio und Erivedge von 18 Mio.

Starkes Wachstum in USA und Schwellenmärkten
In der Berichtsperiode verzeichnete der Konzern beim Pharma-Umsatz in den USA (kWk +6%) und Schwellenmärkten (kWk +9%) starke Umsatzzuwächse, während in Westeuropa (kWk -2%) die Verkäufe wie erwartet leicht rückläufig waren. Die Abschwächung des Schweizer Franken gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen hatte vor allem im dritten Quartal einen positiven Einfluss auf die in Franken ausgewiesenen Verkäufe im Umfang von 7 bzw. 8 Prozentpunkten.

CEO Severin Schwan gibt sich mit der Entwicklung in der Berichtsperiode zufrieden: «Dank des starken Wachstums im dritten Quartal sind wir auf bestem Weg, unsere für 2012 gesteckten Ziele zu erreichen», wird der CEO in der Mitteilung zitiert. «Mit der erfolgreichen Markteinführung von Perjeta in den USA und der Schweiz sowie der Einreichung von Zulassungsgesuchen für das AntikörperWirkstoff-Konjugat T-DM1 in den USA und in Europa haben wir unser Portfolio für die Behandlung von HER2-positivem Krebs weiter gestärkt», so der CEO weitter.

In der Produktpipeline haben sich indessen die Studien mit Ocrelizumab infolge langsamer als erwarteter Patientenrekrutierung verzögert. Neu wird mit der Einreichung des Zulassungsgesuchs im Jahr 2015 gerechnet. Für Lebrikizumab soll die Herstellung optimiert werden, was sich in einer Verzögerung des Zulassungsgesuchs auf nach 2016 niederschlägt.

Ausblick bestätigt
Vor diesem Hintergrund hat das Management den bisherigen Ausblick für 2012 bestätigt. Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, rechnet die Roche-Gruppe für den Konzern und die Division Pharma weiter mit einem Verkaufszuwachs im unteren bis mittleren einstelligen Bereich, zu konstanten Wechselkursen. Für die Division Diagnostics wird wieder ein über dem Markt liegendes Verkaufswachstum erwartet.

Trotz des zunehmend anspruchsvollen Marktumfelds habe sich Roche für 2012 aufgrund der erwarteten Verkaufsentwicklung und fortgesetzten Effizienzsteigerungen ein Wachstum des Kerngewinns pro Titel im hohen einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen zum Ziel gesetzt, heisst es weiter. Roche wird auch 2012 an einer attraktiven Dividendenpolitik festhalten.

Darüber hinaus wurden die Einsparziele der Initiative Operational Excellence für 2012 und die folgenden Jahre von 2,4 Mrd CHF bestätigt. (awp/mc/upd/ps)

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