Schmolz+Bickenbach senkt Prognose

Schmolz+Bickenbach senkt Prognose
Clemens Iller, CEO Schmolz+Bickenbach. (Foto: S+B)

Luzern – Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach (S+B) hat im zweiten Quartal die konjunkturelle Abkühlung zu spüren bekommen. Absatzmenge und Umsatz sind gesunken und der Betriebsgewinn hat sich halbiert. Die Gewinnprognose für 2019 wurde nun deutlich gesenkt.

Auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen rechnet S+B im zweiten Quartal mit einem Rückgang der Absatzmengen um rund 16 Prozent und beim Umsatz mit einem Minus von rund 11 Prozent. Das ergäbe rein rechnerisch 487 Kilotonnen Stahl und einen Umsatz von 808 Millionen Euro. Beim bereinigten EBITDA stellt S+B am Dienstag einen Wert von 40,5 Millionen Euro in Aussicht, verglichen mit 84,9 Millionen vor Jahresfrist.

Als Grund für den Rückgang wird die nachlassende Wachstumsdynamik als Folge der schwelenden Handelskonflikte und der politischen Unsicherheiten genannt. Die Nachfrage aus wichtigen Endmärkten – insbesondere aus der Automobilindustrie – sei verhalten ausgefallen. Auch der Auftragsbestand sei weiter rückläufig gewesen.

In der Folge senkt S+B die Guidance für das Geschäftsjahr 2019. Neu wird ein bereinigtes EBITDA zwischen 130 und 170 Millionen Euro erwartet. Zuvor hatte das Unternehmen eine Zielspanne von 190 bis 230 Millionen.

Ausblick bleibt vage
Aufgrund der geringen Visibilität sei man zurzeit nicht in der Lage, die Spanne für die Prognose enger einzugrenzen, erklärte das Unternehmen. Mögliche Szenarien seien sowohl eine markante Erholung, als auch eine anhaltende wirtschaftliche Abschwächung. Aus heutiger Sicht könne das Unternehmen erst gegen Ende des Jahres von einer schrittweisen Erholung der Nachfrage ausgehen.

Die endgültigen Ergebnisse zum zweiten Quartal sollen am 7. August veröffentlicht werden. (awp/mc/ps)

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