Schweizer Tafel: Von der Idee zur Drehscheibe im Kampf gegen Food Waste und Armut

Schweizer Tafel: Von der Idee zur Drehscheibe im Kampf gegen Food Waste und Armut
Marc Ingold, Geschäftsleiter der Schweizer Tafel (Bild: Linkedin, Moneycab)

Kerzers – Die Schweizer Tafel feiert 2026 ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung hat sie 87’000 Tonnen einwandfreie Lebensmittel gerettet und verteilt, rund 250 Millionen Mahlzeiten für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ermöglicht und über 145’000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Mit ihrer professionellen Logistik, ihrer hohen Effizienz und ihrer nationalen Vernetzung ist sie heute die tragende Kraft im Kampf gegen Food Waste und Armut in der Schweiz.

Was 2001 mit der Idee begann, überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren, ist heute eine systemrelevante Infrastruktur mit nationaler Wirkung. Täglich sorgt die Schweizer Tafel dafür, dass einwandfreie Lebensmittel aus Detailhandel und Lebensmittelindustrie nicht entsorgt, sondern gezielt an soziale Einrichtungen in der ganzen Schweiz weitergegeben werden. Damit verbindet sie konsequent ökologische Verantwortung mit konkretem sozialem Nutzen.

«Lebensmittel sind zu wertvoll für den Abfall», sagt Marc Ingold, Geschäftsleiter der Schweizer Tafel. «Unsere Aufgabe ist es, überschüssige Lebensmittel dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden – zu sozialen Einrichtungen, die armutsbetroffene Menschen unterstützen. Wir sind der professionelle Vermittler, wir tun dies für unsere Partner neutral, ohne Interessenbindungen.»

Hohe Wirkung pro eingesetztem Spenden-Franken

Die Schweizer Tafel gehört zu den effizientesten Organisationen im Bereich der Lebensmittelrettung in der Schweiz. Mit weniger als 60 Rappen Aufwand pro Kilogramm geretteter Lebensmittel erzielt sie eine ausserordentlich hohe Wirkung pro eingesetzten Franken.

COOP

«Für Coop ist die Zusammenarbeit mit der Stiftung Schweizer Tafel seit Jahren ein fester Bestandteil unseres nachhaltigen Engagements und unserer Verantwortung im Umgang mit Lebensmitteln. Seit 25 Jahren zeigt die Schweizer Tafel eindrücklich, wie überschüssige Lebensmittel schnell, zuverlässig und unbürokratisch weitergegeben werden können. Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre im Einsatz gegen Food Waste.» Philipp Wyss, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Coop Gruppe

Dank der dezentralen Logistik gelangen frische Produkte und Convenience-Ware ohne Zwischenlagerung direkt und täglich zu den sozialen Einrichtungen. Heute sind es über 500 soziale Einrichtungen, die täglich beliefert werden, darunter Notunterkünfte, Gassenküchen, Frauenhäuser und Lebensmittelabgabestellen.

Der Verlustanteil liegt unter 2 Prozent – ein Beleg für die hohe Effizienz und Professionalität der Schweizer Tafel. In eigenen Lagern kann Ware, die nicht zur direkten Weiterverteilung bestimmt ist, zwischengelagert werden. Die gemeinnützige, unabhängige Stiftung hat sich als erste Organisation in der Schweiz auch den Tiefkühlprodukten gewidmet: Im vergangenen Jahr hat die Schweizer Tafel zu diesem Zweck eine eigene Tiefkühllogistik aufgebaut. (Schweizer Tafel/mc/hfu)


Schweizer Tafel

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