Sika mit sehr profitablem Wachstum von Januar bis September

Jan Jenisch
Jan Jenisch, ehemaliger Sika-CEO. (Foto: Sika)

Sika-CEO Jan Jenisch. (Foto: Sika)

Baar – Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika ist in den ersten drei Quartalen 2014 sehr profitabel gewachsen. Nicht unerwartet hat Sika nach einem fulminanten Jahresstart im Jahresverlauf etwas Gas weggenommen. Dynamisch entwickelten sich weiterhin die Schwellenmärkte. Der Gewinn wuchs deutlich überproportional zum Umsatz und die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr wurden präzisiert.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 9,6% auf 4,17 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe um fast 16%, teilte Sika am Donnerstag mit. Nach einem Umsatzsprung von 23% in LW im ersten Quartal hatte zum Halbjahr das Wachstum noch 18% betragen. Im dritten Quartal 2014 sei ein Umsatzwachstum von 12% realisiert worden. Dank sich abschwächender Währungseffekte resultierte in Schweizer Franken ein Umsatzplus von 8,0%.

Gewinn steigt überproportional
Die Bruttomarge kam mit 53,0% um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert zu liegen, der Bruttogewinn nahm folglich von Januar bis September um 11% auf 2,21 Mrd CHF zu. Das hohe Umsatzwachstum sowie punktuelle Effizienzsteigerungen führten Sika zufolge zu einer überproportionalen Steigerung der Profitabilität.

In der Folge kletterte das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT um 16% resp. 17% auf 579,6 Mio und 457,3 Mio CHF. Die EBIT-Marge stieg dabei um 0,8 Prozentpunkte auf 11,0%. Für das dritte Quartal wurde eine um 0,5 Prozentpunkte höhere EBIT-Marge von 12,6% ausgewiesen. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um 21% auf 310,2 Mio, womit die Schätzungen der Analysten übertroffen wurden.

Dynamische Schwellenländer – starke Währungseffekte
In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) kam Sika, gestützt von Akquisitionen, mit plus 17% in LW auf 2,09 Mrd CHF gut voran. Deutliche Wachstumsimpulse im Nahen Osten und in Afrika sowie eine leichte Erholung der südeuropäischen Länder hätten sich positiv ausgewirkt, so Sika.

Nordamerika generierte eine Umsatzsteigerung von 8,5% auf 556,6 Mio CHF, in Schweizer Franken gerechnet allerdings stiegen die Verkäufe um lediglich 2,8%. Projekte, die zu Beginn des Jahres aufgrund des harten Winters verschoben worden seien, befänden sich nun im Bau und Investitionen in Infrastrukturprojekte und gewerblich genutzte Bauten würden nun getätigt.

In der Region Lateinamerika konnte der Konzern zwar um 17% auf 467,2 Mio CHF zulegen, Währungseffekte inklusive blieb aber nur ein kleines Plus von 1,0%. Es sei gelungen, in den meisten Ländern ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich zu realisieren und Marktanteile auszubauen.

Ein ähnliches Bild ergab sich in Asien/Pazifik, wo der Umsatz dank zweistelligen Zuwachsraten in China, Japan, Südostasien und Australien um fast 16% auf 756,9 Mio CHF zulegte. Währungseffekte abgezogen schrumpfte das Plus auf 6,9%. Insgesamt hat Sika den Angaben zufolge in den Schwellenländern um knapp 17% in LW zugelegt.

Ausblick präzisiert
Für das Gesamtjahr 2014 rechnet das Management unverändert mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 11% in Lokalwährungen. Das Betriebsergebnis soll Angaben vom Donnerstag zufolge um 8 bis 12% wachsen, bis dato war von einer stabilen Margenentwicklung die Rede.

Währungsverschiebungen, die volatilen Rahmenbedingungen in vielen Märkten sowie positive Sondereffekte im Vorjahr stellten derweil eine Herausforderung für das vierte Quartal dar, merkt Sika an. Bei der Umsetzung der Ziele im Rahmen der „Strategie 2018“ sei man auf Kurs, heisst es weiter. (awp/mc/ps)

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