«Starker Jahresstart» für Sika

Jan Jenisch
Jan Jenisch, ehemaliger Sika-CEO. (Foto: Sika)

Sika-CEO Jan Jenisch. (Foto: Sika)

Baar – Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2015 hingelegt. Vor der mit Spannung erwarteten Generalversammlung am Dienstagnachmittag vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen (LW) von 5,1% auf 1,20 Mrd CHF. Der Akquisitionseffekt lag bei +1,1%.

Das ist umso beachtlicher, als der Umsatz schon im Vorjahr um über 23% gewachsen war. Sika spricht denn auch von einem «starken Jahresstart». In Schweizer Franken gerechnet allerdings gingen die Verkäufe um 0,9% zurück, der negative Währungseffekt lag bei 6,0%. Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen übertroffen.

Trotz «erheblicher Herausforderungen durch den starken Schweizer Franken» entwickelten sich die Margen positiv, heisst es weiter. Entsprechend hebt Sika die Guidance leicht an. Basis dafür seien das erfolgreiche Geschäftsmodell sowie sinkende Rohmaterialkosten. Zum Gewinn macht Sika keine Angaben.

Starke Schwellenländer
«Das erfolgreiche Quartal zeigt einmal mehr, dass unser Wachstumsmodell funktioniert», lässt sich CEO Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren. Mit Investitionen in neue Fabriken und Produkte, Zukäufen sowie dem beschleunigten Ausbau von Wachstumsmärkten werde man auch 2015 den Erfolgskurs fortsetzen, so Jenisch. Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in den Regionen Lateinamerika und Nordamerika zu mit 17,0% und 10,7%. Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik verlangsamte sich hingegen auf 2,5%. Insgesamt weist Sika ein Umsatzwachstum von 10,3% in LW in den Schwellenländern aus.

In EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nahmen die Verkäufe um 1,1% zu aufgrund von zweistelligen Wachstumsraten in Osteuropa, Afrika und dem mittleren Osten. Hingegen sei die Marktnachfrage in Westeuropa auf einem tieferen Niveau gelegen.

Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg Sika zufolge um 4,8% auf 934,8 Mio CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 260,0 Mio CHF 6,3% mehr umgesetzt wurde. «Besonders erfreulich» habe sich das margenstarke Mörtelgeschäft mit Zuwachsraten von 7,5% entwickelt. Das Mörtelgeschäft sei ein zentraler Bestandteil der «Strategie 2018».

Höhere Margen erwartet
Für 2015 rechnet Sika unverändert mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8% bei konstanten Wechselkursen. Aufgrund sinkender Rohstoffpreise wird neu eine leichte Verbesserung der Margen gegenüber dem Vorjahr angestrebt, heisst es weiter. Damit hat Sika die Prognosen angehoben; bis dato wurden gehaltene Margen in Aussicht gestellt.

Gespanntes Warten auf die GV
Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika zum grossen «Showdown» zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich mit Händen und Füssen gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hat Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

Sika-Aktien bis zum Ende der GV vom Handel ausgesetzt
Die Aktien des Unternehmens wurden am Dienstagvormittag auf Wunsch von Sika vom Handel an der SIX Swiss Exchange ausgesetzt. Die Titel könnten bis zum Ende der Generalversammlung nicht gekauft oder verkauft werden, teilte die SIX mit. Damit ist offen, ob die Papiere am Berichtstag überhaupt noch gehandelt werden können. Am Dienstagmorgen gaben die Sika-Papiere bis zur Einstellung des Handels um 0,2% auf 3’618 CHF nach. (awp/mc/pg)

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