Steigende Zuversicht bei Schweizer Ökonomen und Analysten

Zinspolitik
(Bild: Alexandr Mitiuc - Fotolia.com)

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Zürich – Die Erwartungshaltung von Ökonomen und Analysten bezüglich des Verlaufs der Schweizer Konjunktur in den kommenden sechs Monaten hat sich im November 2013 weiter verbessert. Der von der Credit Suisse (CS) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berechnete ZEW-Indikator stieg um 6,7 auf +31,6 Punkte. Damit verzeichnete der Indikator den fünften Monat in Folge einen Anstieg und erreicht erneut den höchsten Stand seit Mai 2010 (40,5 Punkte).

Der Anteil der Analysten, die auf 6-Monats-Sicht mit einer Verbesserung der Wirtschaftsbedingungen rechnen, ist im November um 10,2 auf 41,4 Punkte gestiegen. Die positiven Erwartungen würden von der erwarteten Entwicklung in der Eurozone getragen, heisst es dazu, rechneten doch 65% der Befragten dort mit einer Verbesserung.

Eine Verschlechterung der Konjunktur in der Schweiz erwarten neu 9,8% der Befragten (+3,5). Der Anteil der Analysten, die im nächsten halben Jahr mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Situation rechnen, liegt bei 48,8% (-13,7). Der ZEW-Indikator ergibt sich aus dem Saldo der Antworten «Verbessern» und «Verschlechtern» (41,4 minus 9,8 = 31,6).

Analysten könnten von Festigung der aktuellen Situation ausgehen
Im Vergleich zum Vormonat seien es zwar weniger Analysten, welche die aktuelle Wirtschaftslage der Schweiz für «gut» befänden. Dies könnte aber darauf zurückzuführen sein, dass die Experten von einer Festigung der verbesserten Situation ausgehen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch zu den Zahlen. Ein Hinweis darauf sei etwa der identische Anteil an Experten, die im Vormonat die Wirtschaftslage noch als relativ gut beurteilt hätten und nun als «normal» ansähen.

Unveränderte Inflationsrate bis Frühling 2014
Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer geht weiterhin von einer unveränderten Inflationsrate im nächsten halben Jahr aus. Auch die Einschätzungen zu den Zinsen (lang- und kurzfristig) sowie zu den Wechselkursen haben sich nicht gross verändert.

Die Umfrage wurde vom 4. bis 15. November 2013 durchgeführt, wobei 42 Analysten sich daran beteiligten. (awp/mc/pg)

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