Stimmung bei den Industrie-KMU trübt sich deutlich ein

Stimmung bei den Industrie-KMU trübt sich deutlich ein
(Foto: Swissmem)

St. Gallen – In der Schweiz hat sich die Stimmung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zuletzt wieder deutlich eingetrübt. Besonders exportorientierte KMU melden eine deutliche Verschlechterung ihrer Geschäftslage.

Der am Montag von Raiffeisen veröffentlichte KMU PMI ist im Mai auf 48,4 von 52,1 Punkten im April gesunken. Der Index liegt damit erstmals in diesem Jahr wieder unter der Wachstumsschwelle, teilte die Bank am Montag mit. Die positive Entwicklung der Vormonate erweise sich damit als nicht nachhaltig.

Die Firmen wurden laut Raiffeisen wieder «zurück auf den Boden der Tatsachen» geholt. Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sei es zu Vorzieheffekten gekommen – was die Auftragslage nur kurzzeitig verbesserte.

Nun verzögere sich die Erholung im Industriesektor aber erneut. Nur 15 Prozent der von Raiffeisen befragten Exportunternehmen rechnen im zweiten Halbjahr mit einer nachhaltigen Erholung der Auftragslage. Und mehr als die Hälfte erwartet frühestens nächstes Jahr einen Ausweg aus der Krise.

Fast 30 Prozent der befragten KMU wagten gar keine Einschätzung, wann der Ausweg aus der Industriekrise gelingen könnte. Vor allem die geopolitische Entwicklung bleibe ein wichtiger Unsicherheitsfaktor, hält Raiffeisen mit Blick auf diesen Umstand fest.

Immerhin: Die inlandorientierten Betriebe zeigen sich laut der Umfrage nach wie vor deutlich optimistischer als die exportierten KMU. (awp/mc/ps)

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