Strategischer Meilenstein: Stadler schafft den Sprung nach Asien

Stadler Rail
(Foto: Stadler Rail)

Bussnang – Stadler und der indonesische Schienenfahrzeughersteller PT INKA haben heute einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Das Joint Venture will am Produktionsstandort in Banyuwangi Schienenfahrzeuge in moderner Aluminiumtechnologie entwickeln und produzieren. Damit ist es Stadler gelungen, den strategisch wichtigen Schritt in den südostasiatischen Raum zu vollziehen. Bestandteil des Vertrags ist die Bestellung von 500 S-Bahn-Wagen mit einer Option für weitere 500 Wagen.

Bereits im Frühjahr haben Stadler und PT INKA in Banyuwangi eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Werkes in Indonesien unterschrieben. Nach intensiven Verhandlungen in dieser Woche konnten am Freitag der Joint-Venture-Vertrag am Freitag unterzeichnet werden. Mit der Vertragsunterzeichnung gleisen Stadler und PT INKA das Joint Venture auf, welches moderne Schienenfahrzeuge in Indonesien entwickeln und produzieren will.

500 S-Bahn-Wagen mit Option für 500 weitere Wagen
Eine Bedingung für die Umsetzung des Joint Ventures ist die Bestellung von 500 S-Bahn-Wagen mit einer Option für weitere 500 Wagen. Im Januar 2019 hat PT INKA den Bau der dafür benötigten Produktionsstätte im indonesischen Banyuwangi begonnen. Die Aufnahme der Produktion ist gemäss Vertrag für das Jahr 2021 geplant. Neben der Wagenkastenfertigung wird im neuen Werk die Vor- und Endmontage als auch die Inbetriebsetzung von Schienenfahrzeugen durchgeführt.

Strategisch wichtiger Schritt
Der neue Standort soll auch die lang ersehnte Basis sein, um von dort aus den Markteintritt in den Ländern Südostasiens vollziehen zu können. Für Stadler ist der Aufbau eines Produktionsstandortes damit ein strategisch wichtiger Schritt, der zum Erfolg der ganzen Gruppe beiträgt. «Stadler ist stolz darauf, heute den Joint-Venture-Vertrag mit PT INKA unterzeichnet zu haben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, aus Europa heraus im asiatischen Markt erfolgreich zu sein, sind wir zur Erkenntnis gelangt, dass dies nicht möglich und ein Produktionsstandort vor Ort notwendig ist. Wir haben deshalb nach einem geeigneten Partner vor Ort gesucht, was uns nun nach über zehn Jahren Suche gelungen ist. Damit haben wir den Sprung nach Asien geschafft», lässt sich VR-Präsident Peter Spuhler in einer Mitteilung zitieren. (mc/pg)

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