Sulzer erhält wegen Corona weniger Aufträge

Sulzer erhält wegen Corona weniger Aufträge
Sulzer Servicezenter in Birmingham, UK (Foto: Sulzer)

Winterthur – Der Technologiekonzern Sulzer hat in den ersten neun Monaten die Coronakrise zu spüren bekommen und deutlich weniger Aufträge an Land gezogen. Konkret ging der Bestellungseingang um 8,5 Prozent auf 2,61 Milliarden Franken zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Organisch – also Akquisitionen und Währungseffekte ausgeklammert – nahmen die Aufträge um 3,6 Prozent ab, so die Mitteilung weiter. Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) in etwa erfüllt.

Nach dem „Sommertief“ sei der September stark gewesen, teilte das Unternehmen weiter mit. Im gesamten Quartal verbesserte sich zudem die Gesundheits- und Kosmetikmarktsparte (Applicator Systems) deutlich, die markant unter den Lockdowns gelitten hatte: So hätten sich die Bestellungen im Vergleich zum zweiten Quartal verdoppelt.

Nach neun Monaten resultiert bei dieser Sparte organisch gleichwohl ein um ein Fünftel tieferer Auftragseingang. Die anderen Sparten hielten sich deutlich besser: So nahm der Bestellungseingang von Chemtech um 8,7 Prozent ab und im bedeutenden Pumpengeschäft um 0,9 Prozent. Rotating Systems konnte organisch sogar leicht mehr Aufträge gewinnen (+1,7%).

Ausblick präzisiert
Der Ausblick für das Gesamtjahr wird präzisiert. So rechnet das Unternehmen nun beim Bestellungseingang organisch mit einem Rückgang von 3 bis 4 Prozent und beim Umsatz (organisch) von etwa 5 Prozent. Voraussetzung dafür sei, dass der Aufschwung im vierten Quartal anhalte. Die operative Betriebsgewinnmarge (EBITA) wird in der Mitte der bisher gültigen Spanne von 8,5 bis 9 Prozent erwartet.

Zudem geht das Unternehmen davon aus, dass im kommenden Jahr wieder Margen auf dem Niveau von vor der Pandemie möglich sein sollten. Ermöglichen soll dies nicht zuletzt das laufende Sparprogramm, welches auf Kurs sei. Dieses wird im laufenden Jahr Kosten in der Höhe von 80 Millionen verursachen. Danach soll es wiederkehrende Einsparungen von jährlich 70 Millionen bringen. Wie viele Stellen verloren gehen, wurde nicht genannt. (awp/mc/ps)

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