Sulzer kauft Hersteller von Pen-Injektoren für 100 Millionen Euro

Greg Poux-Guillaume
Greg Poux-Guillaume, CEO Sulzer. (Foto: Sulzer)

Winterthur – Der Industriekonzern Sulzer übernimmt per 1. Oktober die schweizerisch-deutsche Firma Haselmeier. Der Unternehmenswert beträgt 100 Millionen Euro, wie Sulzer am Montag mitteilte. Das sich in Privatbesitz befindliche Unternehmen entwickle sogenannte Drug-Delivery-Systeme.

Konkret verkaufe Haselmeier beispielsweise Injektionssysteme wie Pen-Injektoren. Dabei handelt es sich um eine Art Spritzen, die für Medikamente zur Fruchtbarkeitsbehandlung oder für Mittel gegen Diabetes eingesetzt werden.

Mit der Übernahme von Haselmeier wolle Sulzer nun sein Healthcare-Portfolio ergänzen, heisst es weiter. Haselmeier beschäftigt gemäss Communiqué derzeit 230 Mitarbeitende und erzielte 2019 einen Umsatz von 36 Millionen Euro.

Das akquirierte Geschäft soll in Sulzers Applicator Systems-Geschäft integriert werden. Dies werde – etwa dank den Skaleneffekten der kombinierten Geschäfte – Kostensynergien generieren.

Aktie im Plus
An der Börse greifen die Anleger am Montag bei den Sulzer-Papieren in der Folge zu. Die Sulzer-Aktien stehen um 09.40 Uhr 3,8 Prozent im Plus bei 80,30 Franken. Damit outperformen sie den ebenfalls freundlichen Gesamtmarkt (SMI +1,1%).

Lob gibt es für den Zukauf von den Analysten der Bank Vontobel. Man halte es für einen guten Schritt für das Applicator Systems-Geschäft, das wieder an Dynamik gewinne. Auch das „Buy“-Rating wird bestätigt.

Die UBS schreibt, dass die Übernahme eine gute Basis für das Pharmageschäft Sulzers sei. Zwar handle es sich um eine kleine Übernahme, doch sei sie für die Pharma-Plattform durchaus wichtig. Auch hier gibt es ein „Buy“. (awp/mc/ps)

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