Sulzer steigert Bestellungseingang um 6,8%

Greg Poux-Guillaume
Greg Poux-Guillaume, CEO Sulzer. (Foto: Sulzer)

Winterthur – Der Technologiekonzern Sulzer hat in den ersten neun Monaten 2019 von einer robusten Kundennachfrage profitiert und neue Aufträge im Wert von 2,86 Milliarden Franken an Land gezogen. Das sind 6,8 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Guidance für das Gesamtjahr wird bestätigt.

Organisch – also Akquisitionen und Währungseffekte ausgeklammert – schaffte Sulzer ein Plus von 7,2 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Alleine im dritten Quartal sammelte Sulzer neue Bestellungen über 925 Millionen Franken ein. Das entsprach einem organischen Zuwachs von 6,7 Prozent. Mit den Zahlen hat Sulzer die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) getroffen.

Wachstum in den meisten Absatzmärkten
Die meisten Absatzmärkte von Sulzer konnten ein Wachstum ausweisen. Besonders stark war der Orderzuwachs im Wassermarkt (+20%) sowie bei Zellstoff und Papier (+16%). Aus den Märkten Öl, Gas und Petrochemie stieg der Auftragseingang organisch um 15%. Dabei habe sich im Up- und Downstream-Segment der Aufschwung fortgesetzt, während Midstream weniger Bestellungen verbuchte. Die Aufträge aus dem Energiemarkt lagen um 3 Prozent höher. Die Märkte der Division Applicator Systems stiegen an, ausser der Bereich Beauty (-11%).

Entsprechend fallen auch die Veränderungen nach Segmenten aus. Während das Pumpengeschäft (+8,7%), Rotating Equipment (+9,7%) und Chemtech (+7,1%) im Neunmonatszeitraum organisch zulegten, verbuchte die Division Gesundheits- und Kosmetikmarktsparte (Applicator Systems) ein Minus von 3,2 Prozent.

Jahresprognose bestätigt
Die Kundenanfragen in den meisten Endmärkten von Sulzer sei nach wie vor robust, hiess es weiter. Das Unternehmen bestätigt seinen Jahresausblick und rechnet weiter mit einem Plus beim Bestellungseingang von rund 6 bis 9 Prozent und beim Umsatz von rund 7 bis 9 Prozent. Die operative EBITA-Marge wird bei rund 10 Prozent erwartet, bereinigt jedoch um Währungseffekte und einen Akquisitionseffekt von rund 2 Prozent.

Nach Einschätzung von Sulzer dürfte dies, in Verbindung mit tieferen nicht operativen Aufwendungen, beim Reingewinn zu einer deutlich höheren Wachstumsrate als beim EBITA führen, wie es weiter hiess. (awp/mc/pg)

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