Swatch Group baut neues Firmenareal in Biel

Nick Hayek

Swatch-CEO Nick Hayek.

Biel – Die Swatch Group will im November den Ausbau ihres Firmenareals in Biel beginnen. Geplant sind drei Neubauten sowie die Neugestaltung der bestehenden Gebäude und Flächen. Die Marken Swatch und Omega erhalten neue Hauptsitze. Ein neuer Zentralbau soll diese Marken unter einem Dach vereinen sowie andere Einheiten der Swatch Group beherbergen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. In diesem Bau sind sind Museen für Swatch, Omega und Swatchmobil geplant sowie Büros für die Administration und Konferenzräume.

Das Gebäude, das leicht erhöht auf Säulen stehen wird, soll auch zu einer Begegnungszone für Besucher und Fussgänger werden. Mit dem neuen Zentralbau verbinden sich die neuen Gebäude der Swatch. Der langgezogene Swatch-Bau wird zum neuen Hauptsitz der Marke. Der vorderste Gebäudeteil, der mit dem Zentralbau verbunden ist, beherbergt alle Bereiche mit unmittelbarem Kundenkontakt. Das sind etwa die Ausstellungsräume und der Kundendienst. Im mittleren Teil befinden sich die Büros der Geschäftsleitung, Administration, Marketing und Verkauf. Hinten befinden sich Anlieferung, Abholung und Lagerräume. Auf dem westlichen Omega-Areal entsteht zudem das neue Produktions- und Logistikgebäude von Omega. Dort kommen die verschiedenen Fertigungsabteilungen, Schulungs- und Ausstellungsräume sowie Büros zu stehen. Ein Lehrpfad soll den Besuchern Einblick in die Produktion geben.

Japanischer Architekt
Bei der Gestaltung der Landschaft will die Swatch Group die geschützten Baumbestände berücksichtigen und mit neuen Baum- und Grünbepflanzungen ergänzen. Der Uhrenkonzern entschied sich beim Bauprojekt für den japanischen Architekten Shigeru Ban. Dessen Projekt habe mit der pragmatischen und markenbezogenen Gestaltung der einzelnen Gebäude überzeugt, schreibt die Swatch Group. Zudem wurden die Landschaft und die denkmalgeschützten Omega-Gebäude aus der Frühzeit der Industrialisierung ganz besonders berücksichtigt.

Stimmberechtigte sagen klar Ja
Für die Erweiterung des Firmenareals kaufte die Swatch Group umliegendes Areal auf. Die für den Bau nötigen Landumlegungen, Reglementsänderungen und Landverkäufen genehmigten Biels Stimmberechtigte im November 2008 an der Urne mit deutlicher Mehrheit. Gemäss den damaligen Angaben ändert mit den Investitionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand in der Höhe von 250 Mio. Franken ein ganzes Quartier sein Gesicht. Den Erweiterungsplänen von Swatch müssen eine Strasse, eine Brücke, eine Gärtnerei, ein Wohnbauprojekt sowie eine Sportanlage weichen. (awp/mc/upd/ps)

Mehrere hundert neue Arbeitsplätze
Der grösste Uhrenkonzern der Welt will gemäss früheren Angaben auf den frei werdenden Flächen mehrere hundert neue Arbeitsplätze schaffen. Voraussichtlich im Sommer 2015 will die Swatch Group die neuen Gebäude in Betrieb nehmen. (awp/mc/upd/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.