Swatch knackt 7 Mrd. Franken Umsatz-Grenze

Nick Hayek

Swatch-CEO Nick Hayek.

Biel – Die Swatch Group eilt von Rekord zu Rekord. Der Luxusgüterkonzern hat im vergangenen Jahr erstmals in der Geschichte des Unternehmens einen Umsatz von über 7 Mrd CHF erzielt. Dies obwohl negative Währungseffekte stark auf die Geschäftsentwicklung drückten. Im neuen Jahr soll der Umsatz auf neue Rekordhöhen steigen.

2011 wuchs der Umsatz der Swatch Gruppe in Franken um 11% auf den neuen Rekordwert von 7,14 Mrd CHF. In Lokalwährungen seien die Verkäufe gar um 22% gestiegen, teilte Swatch am Dienstag mit. Der starke Schweizer Franken, insbesondere zum US-Dollar und zum Euro, habe die Umsatzentwicklung massiv beeinflusst. Währungseffekte schlugen auf Stufe Umsatz mit 696 Mio CHF negativ zu Buche und beeinträchtigten die Wachstumsrate mit 11%.

Weltweit grosse Nachfrage
Die starken Uhrenmarken des Konzerns hätten nicht nur im Grossraum China zugelegt, heisst es weiter. Swatch sei auch in allen anderen Regionen und in sämtlichen Preissegmenten deutlich gewachsen. Mit Uhren und Schmuck setzte die Gruppe im Jahr 2011 6,31 Mrd CHF um; dies ist ein Plus von 14%. In Lokalwährungen entspreche dies einem Anstieg um 26%. Dabei hätten etwa die Investitionen in eigene Retailaktivitäten sowie zahlreiche Marketingoffensiven in der ganzen Welt diese erfreulichen Absatzzahlen begünstigt.

Starkes Wachstum in der Produktion – trotzdem weiter Engpässe
In der Produktion sah sich Swatch mit einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach verschiedensten Komponenten konfrontiert. Dies führte zu einem Umsatzanstieg in Franken von 33% auf 2,02 Mrd CHF. Trotz des weiteren Ausbaus der Produktionskapazitäten gebe es weiterhin zum Teil grosse Engpässe in der Produktion.

Im kleinsten Segment Elektronische Systeme sank der Umsatz um 24% (-16% in LW) auf 336 Mio. Hier spürte der Konzern die Überbewertung des Frankens besonders. Ausserdem habe sich eine konjunkturelle Abschwächung in gewissen Schlüsselmärkten bemerkbar gemacht.

Guter Gewinn erwartet – positiver Start ins 2012
Auf Gewinnstufe erwartet Swatch trotz des stark negativen Währungseffekts beim Betriebs- und Reingewinn gute Resultate. Die Konzernleitung habe ausserdem in Bezug auf Preiserhöhungen traditionell eine defensive Politik verfolgt, heisst es weiter.

Das Jahr 2012 präsentiere sich als «eine grosse Herausforderung». Die Swatch Group sei jedoch zuversichtlich auch im laufenden Jahr wieder qualitatives Wachstum zu generieren, dies trotz einer immer anspruchsvolleren Vergleichsbasis. Der Start ins Jahr sei im Januar in allen Regionen und Preissegmenten positiv verlaufen.

Die wichtigsten Eckdaten zum abgelaufenen Jahr präsentiert Swatch spätestens am 23. Februar. Am 1. März werden die Zahlen an einer Medienkonferenz erläutert.  (awp/mc/pg)

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