Syngenta-Aktien erneut von ChemChina-Spekulationen getrieben

Syngenta
(Copyright: Syngenta)

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Zürich / Basel – Die Aktien von Syngenta werden zum Wochenschluss einmal mehr von Übernahmespekulationen getrieben. Laut Bloomberg hat der Verwaltungsrat des Basler Agrarchemiekonzerns sein Einverständnis für fortgeschrittene Übernahmeverhandlungen mit der China National Chemical (ChemChina) gegeben. Das weckt abermals Fantasien.

Bis um 10.10 Uhr klettern die Aktien von Syngenta um 2,6% auf 379,30 CHF, während der am SMI gemessene Gesamtmarkt um 0,80% nachgibt.

Damit fehlen aber immer noch fast 90 CHF bis zu den kolportieren 470 CHF, die die Chinesen angeblich pro Syngenta-Aktien hinblättern wollen. Händler weisen darauf hin, dass «das gebrannte Kind das Feuer scheut». Damit wird auf die ursprünglich ablehnende Haltung des Verwaltungsrats angespielt, was das Interesse des amerikanischen Rivalen Monsanto anbetrifft.

Übernahme in zwei Schritten?
Auch seien die Modalitäten einer solchen Übernahme noch immer unklar, so heisst es. So war in der Vergangenheit zu hören, der chinesische Staatsbetrieb wolle Syngenta in zwei Schritten übernehmen. Auch sei immer noch möglich, dass das Basler Unternehmen vom Gejagten zum Jäger werde und selber einen Milliardenkauf tätige.

Die Transaktion könnte laut Bloomberg noch bis zum chinesischen Neujahr über die Bühne gehen, also noch vor dem 8. Februar. Die Eile überrascht Händler angesichts des Konsolidierungsdrucks in der Branche nicht.

Das Kaufinteresse von ChemChina sei ebenfalls plausibel. Die chinesische Regierung misst dem Agrarsektor aus Gründen der nationalen Sicherheit grosse strategische Bedeutung zu und das Staatsunternehmen ist fester Bestandteil des laufenden Fünfjahresplans. Es soll in allen Chemiesparten zur Weltspitze aufschliessen – auch durch Übernahmen. (awp/mc/upd/ps)

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