Temenos ist zufrieden mit dem Start ins Jahr 2018

David Arnott
David Arnott, scheidender Temenos-CEO. (Foto: Temenos)

Genf – Der Bankensoftwareanbieter Temenos profitiert weiter vom Digitalisierungstrend im Finanzsektor und hat im ersten Quartal 2018 den Umsatz und den Gewinn gesteigert. Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert. Keine Angaben macht das Management zum geplanten Kauf der britischen Softwareschmiede Fidessa.

Fragen zur Fidessa-Übernahme würden prinzipiell nicht beantwortet, hiess es am Mittwochabend an einer Telefonkonferenz des Westschweizer Unternehmens. Die Akquisition, mit der Temenos umsatzmässig einen gewaltigen Sprung machen würde, befindet sich bekanntlich in der heissen Phase. Bis am Freitag entscheidet sich, ob Gegenofferten eingereicht werden. Wie öffentlich bekannt ist, denken zwei Firmen über solche nach.

Sehr gerne sprach das Management hingegen über die Resultate des ersten Quartals. Denn diese fielen durchs Band besser aus, als es Analysten im Vorfeld (AWP-Konsens) erwartet hatten. „Das war ein guter Start ins neue Jahr“, sagte CEO David Arnott.

Umsatz steigt um ein Fünftel
Konkret stieg der Umsatz (Non-IFRS) um ein Fünftel auf 171,9 Millionen US-Dollar. Zu konstanten Wechselkursen wäre dies ein Plus von 15 Prozent gewesen. Die wichtigen Lizenzeinnahmen stiegen dabei um satte 40 Prozent auf 63,6 Millionen.

Das Momentum sei bei allen Kundengruppen und in allen Regionen sehr gut gewesen, sagte der CEO. Temenos habe 18 neue Kunden an Land gezogen und damit auch Marktanteile gewonnen. Seiner Meinung nach hat sich der Vorsprung von Temenos gegenüber den direkten Konkurrenten Oracle und Infosys in den letzten Jahren vergrössert. Das Geschäft werde weiter durch den regulatorischen Druck auf die Banken sowie die Notwendigkeit zur Digitalisierung und Stärkung der IT getrieben.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT legte im ersten Quartal um ein Drittel auf 36,4 Millionen US-Dollar noch deutlicher als der Umsatz zu, wobei die EBIT-Marge auf 21,2 von 19,2 Prozent anstieg. Der Gewinn je Aktie betrug 0,40 US-Dollar nach 0,27 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Bessere Visibilität
Laut CFO Max Chuard hat sich die Visibilität für den Rest des Jahres dank einer vergrösserten Pipeline und bereits genehmigter Ausgaben von Kunden verbessert. Das gelte auch für den US-Markt, wo Temenos bekanntlich stärker Fuss fassen will. „Wir bleiben sehr zuversichtlich, was Nordamerika betrifft“, sagte CEO Arnott. Das Potenzial sei sehr gross, auch wenn es keine raschen Erfolge gebe.

Gleichwohl werden die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Temenos erwartet weiterhin ein Wachstum des Non-IRFS-Umsatzes von 10 bis 13 Prozent in Lokalwährungen, was Verkäufe von 819 bis 840 Millionen Dollar ergeben würde. Bei den Lizenzeinnahmen wird ein deutlicheres Verkaufsplus von 13,5 bis 18,5 Prozent auf 367 bis 383 Millionen erwartet. Der EBIT wird zwischen 255 bis 260 Millionen veranschlagt.

„Es ist noch sehr früh im Jahr“, sagte CFO Chuard auf eine Frage, warum das Management trotz der positiven Aussichten bei diesen Werten bleibe. Immerhin fügte er an: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese Ziele erreichen werden.“ (awp/mc/pg)

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