Travail.Suisse befürchtet neuen Boni-Rausch

Adrian Wüthrich
Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich. (Foto: Travail.Suisse)

Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich. (Foto: Travail.Suisse)

Bern – Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse befürchtet den Beginn eines nächsten Boni-Rausches. Die Lohnschere habe sich 2015 so weit geöffnet wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Im Durchschnitt betrage das Plus 9%. Von 27 untersuchten Unternehmen hätten 19 die Löhne der Chefs angehoben. Bei drei Unternehmen blieben die Löhne stabil. Dies stellt Travail.Suisse in einer zum 12. Mal durchgeführten Studie fest. Spitzenreiter bei der Lohnschere ist die Credit Suisse (CS) mit 1:363.

Neben dem Fixgehalt und dem Bonus erhielt der neue CS-Chef Tidjane Thiam auch eine Kompensation der Bonusansprüche, die ihm aufgrund seines Wechsels zur CS bei seinem früheren Arbeitgeber entgangen sind. Alles in allem erhielt er mehr als 20 Mio CHF (+117% gegenüber Vorjahr).

Abzockerinitiative ohne Wirkung
Die Abzockerinitiative habe keinerlei mässigenden Einfluss gehabt, schreibt Travail.Suisse. Nun sei die Politik gefordert. Handlungsbereich sieht der Dachverband bei der Aktienrechtsrevision und bei der Unternehmenssteuerreform III. (awp/mc/ps)

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