UBS-Konsumindikator: Positives Signal für Privatkonsum bleibt bestehen

Konsum

Zürich – Im Januar ist der Konsumindikator von 1,61 auf 1,66 Punkte gestiegen. Damit hält der Aufwärtstrend auch im neuen Jahr an. Die Stimmung bei Konsumenten und Detailhändlern hat sich leicht erholt, bleibt aber gedämpft.

Der Anstieg des UBS-Konsumindikators wurde gestützt durch die Stimmung der Detailhändler, die sich auf -10 Indexpunkte leicht verbesserte (-12 Indexpunkte im Vormonat). Trotzdem bleiben die Aussichten im Detailhandel trüb. Einen ebenfalls erfreulichen Anstieg verzeichneten im Januar die Immatrikulationen von Neuwagen, die im Vorjahresvergleich um 10 Prozent zunahmen. Das reale Einkommen der Konsumenten stieg aufgrund des Ölpreisrückgangs, was sich positiv auf das Konsumverhalten auswirkte.

Positives Signal für Privatkonsum
Die Verbesserung des UBS-Konsumindikators liefert ein positives Signal für den Privatkonsum. Allerdings dürfte die voraussichtlich leicht steigende Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr eine dämpfende Wirkung auf den Privatkonsum haben, da die Arbeitslosenrate verzögert auf die Wachstumsschwächen des Bruttoinlandprodukts im Vorjahr reagiert. Ab dem zweiten Halbjahr rechnet das UBS Chief Investment Office jedoch mit einer Erholung des Arbeitsmarkts, sodass der Privatkonsum im Gesamtjahr um 1,4 Prozent wachsen dürfte. (UBS/mc/ps)

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Quelle: Seco, UBS

Berechnung des UBS-Konsumindikators  
Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von 1-3 Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator von UBS aus sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden. Mit Ausnahme der Konsumentenstimmung und der Beschäftigungsentwicklung sind diese Daten auf monatlicher Basis verfügbar.

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