UBS Outlook Q2: Höheres Wachstum in der Schweiz

Konjunktur Schweiz

Zürich/Basel – Die Schweiz hat den Tiefpunkt des Konjunkturzyklus hinter sich. Die Wirtschaft hat sich in den vergangenen zwei Quartalen deutlich beschleunigt. Der Schweizer Arbeitsmarkt erfreut sich einer guten Verfassung. Diese Schlüsse ziehen die Ökonomen von UBS CIO Wealth Management Research in der jüngsten Ausgabe des UBS outlook Schweiz.

Die Schweiz war trotz der globalen Konjunkturverlangsamung im letzten Jahr nie in Gefahr, in eine Rezession abzugleiten. Die Exportschwäche wurde vom starken Wachstum im Binnenmarkt vollständig kompensiert. Für das laufende Jahr erwartet UBS ein Wachstum in der Schweiz von 1,3 Prozent und für 2013 von 1,7 Prozent. Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion hingegen dürfte dieses Jahr schrumpfen und auch im nächsten Jahr nur wenig zulegen. Die Teuerung wird in der Schweiz in diesem Jahr negativ ausfallen, längerfristig besteht allerdings aufgrund der äusserst expansiven Geldpolitik das Risiko, dass die Teuerungsrate über die Marke von 2 Prozent steigen könnte. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin überraschend positiv.

Anhaltend tiefes Zinsniveau erwartet
Die UBS-Währungsexperten gehen davon aus, dass der Euro weder in diesem noch im kommenden Jahr gegenüber dem Schweizer Franken signifikant zulegen wird. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird aufgrund der anhaltenden Krisensituation in Europa an der Kursuntergrenze festhalten. Mit Blick auf die Zinsen erwartet UBS ein tief bleibendes Zinsniveau für dieses und nächstes Jahr. Die längerfristigen Zinsen könnten über die nächsten 24 Monate steigen, doch dürfte dieser Anstieg nicht ohne Schwankungen vor sich gehen. Bei den Immobilien besteht gemäss den Immobilienexperten von UBS CIO Wealth Management Research das Risiko, dass die Preissteigerungen noch einige Jahre anhalten werden. Eine Preiskorrektur dürfte dann jedoch auch umso länger dauern.

Sonderthema «neue und innovative Unternehmen»
Sonderthema der quartalsweise erscheinenden Publikation sind «neue und innovative Unternehmen». Jährlich entstehen rund 12000 Unternehmen in der Schweiz, die rund 17000 Stellen schaffen. Allerdings existiert jeweils nach fünf Jahren die Hälfte dieser neuen Firmen nicht mehr. Dennoch sind diese Neugründungen ein bedeutender Faktor für die Schweizer Wirtschaft. Schliesslich finden Sie in der Beilage zum UBS outlook Schweiz die Einschätzung unserer Analysten zu den Aktien- und Anleihenmärkten in der Schweiz. (UBS/mc/ps)

UBS outlook Schweiz: www.ubs.com/research
UBS-Publikationen und Prognosen zur Schweiz: www.ubs.com/wmr-swiss-research

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