V-Zug legt 2020 bei Umsatz und Ergebnis zu

Metall Zug
(Foto: V-ZUG)

Zug – Der Küchen- und Haushaltsgerätehersteller V-Zug hat im Jahr 2020 trotz der Covid-19-Pandemie den Umsatz gesteigert und auch beim Ergebnis deutlich zugelegt. Die weiter gute Baukonjunktur hat den Absatz gestützt.

Der Nettoumsatz wuchs um 4,7 Prozent auf 569,4 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT belief sich auf 49,2 Millionen nach zuvor 29,6 Millionen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen für Bodensanierungen Rückstellungen in Höhe von 3,1 Millionen gebildet. Unter dem Strich verblieb ein Konzernergebnis von 43,2 Millionen nach 27,3 Millionen im Vorjahr.

Einmalige Einsparungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie – etwa im Marketing – hätten das Ergebnis im Umfang von rund 5 Millionen positiv beeinflusst. Man sei auf gutem Weg, das mittelfristige Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge zu erreichen. Wie geplant werde in den ersten drei Jahren nach der Abspaltung von Metall Zug keine Dividende ausgeschüttet.

Führende Position verteidigt
Die führende Position in der Schweiz sei verteidigt worden, betont das Unternehmen. Die weitgehende Aufrechterhaltung der Bautätigkeit habe positiv gewirkt. Ab dem Frühsommer und vor allem im vierten Quartal sei der Markt für Bauausstattung auf Hochtouren gelaufen, wobei die Lieferfähigkeit jederzeit aufrechterhalten worden sei.

Durch den Ausfall von Messen und Kundenanlässen sanken die Marketingkosten. Man habe die Folgen der Pandemie jedoch zu spüren bekommen. Die Produktivität habe unter der Abwesenheit von Mitarbeitenden und den Schutzmassnahmen gelitten.

Hohe Wachstumsraten in China, Hong Kong, Australien und Deutschland
Auch im internationalen Geschäft wurde der Umsatz gesteigert. Hohen Wachstumsraten seien in den Kernmärkten China, Hong Kong, Australien und Deutschland verzeichnet worden. Das sei jedoch teilweise durch einen Rückgang im OEM-Geschäft in den USA neutralisiert worden.

Der Start ins Jahr 2021 sei geglückt, schreibt V-Zug weiter. Im ersten Halbjahr sei von einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Entwicklung auszugehen. Für das Gesamtjahr wird jedoch kein Ausblick gegeben. Als Gründe werden die bestehenden Unsicherheiten im zweiten Halbjahr mit Blick auf den Verlauf der Pandemie, Rohmaterialpreise und die Währungsentwicklung genannt.

V-Zug wurde im vergangenen Jahr von Metall Zug abgespalten und ist seit Ende Juni 2020 an der SIX kotiert. Der Mutterkonzern hält noch 30 Prozent am Unternehmen, der Rest ging als Sonderdividende an die Metall-Zug-Aktionäre. (awp/mc/pg)

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