Volg-Gruppe steigert Umsatz 2015 um 0,5% auf 1,47 Mrd CHF

Ferdinand Hirsig

Ferdinand Hirsig, Vorsitzender der Volg-Geschäftsleitung. (Foto: Volg)

Winterthur  – Die Volg-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015 bei einer Minusteuerung von rund 1% den Detailhandelsumsatz um 0,5% auf 1,47 Mrd CHF gesteigert. Die auf Dorfläden und Kleinflächen spezialisierte Detailhandelsgruppe erzielte dieses Umsatzwachstum mit 970 Verkaufsstellen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die 578 Volg-Dorfläden (Vorjahr 563) als wichtigster Absatzkanal der Gruppe erreichten mit knapp 1,11 Mrd CHF den gleichen Umsatz wie im Vorjahr. Der durchschnittliche Umsatz eines Volg-Ladens betrug damit 1,91 Mio CHF. Die von Volg belieferten 306 freien Detaillisten erzielten den Angaben zufolge einen Umsatz von 122 Mio CHF. Und die 86 (Vorjahr 81) belieferten TopShops an Agrola-Tankstellen, die wie Volg zum um Agrarkonzern Fenaco gehören, steigerten den Umsatz um 6,3% auf 244 Mio CHF.

Mehr als 100 freie Detaillisten in der Deutsch- und Westschweiz hätten bereits das neue Partnerkonzept «Prima» übernommen und träten seither unter diesem Namen am Markt auf, heisst es weiter. In den kommenden Monaten würden zudem laufend weitere Verkaufsstellen auf den neuen Auftritt umgerüstet.

Über dem Marktwachstum
Volg-Chef Ferdinand Hirsig zeigt sich in der Mitteilung zufrieden: «In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld hat die Gruppe erneut ein gutes Ergebnis erzielt.» Dies zeige, dass Mehrwerte wie die Nähe zum Einkaufsort, die Freundlichkeit des Verkaufspersonals, die persönliche Atmosphäre sowie das übersichtliche Angebot beim täglichen Einkauf nach wie vor eine wichtige Rolle spielten.

In einem Interview Ende Jahr hatte Hirsig das Umsatz-Plus zwar noch auf rund 1% geschätzt. Aber auch mit dem Umsatzzuwachs von einem halben Prozent dürfte Volg noch über dem Marktwachstum liegen.

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die als Reaktion darauf vorgenommenen Preissenkungen sowie der Einkaufstourismus haben den Schweizer Detailhändlern 2015 zu schaffen gemacht und führten reihum zu sinkenden Umsätzen. Der Detailhandelsumsatz der Migros sank um 0,2%, der Umsatz der Migros-Tochter Denner um 0,3%, der Detailhandelsumsatz von Coop (ohne Brenn- und Treibstoff) um 1,2%, der Umsatz der Spar-Supermärkte um 1,6%. (awp/mc/upd/ps)

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